von Anette Rapp

Die Astrologie, früher die Königin der Wissenschaften genannt, ist wirklich eine Königin. Sie und ihre Darstellung als Tierkreis, als Horoskop hat eine lang zurückreichende Geschichte, die ersten schriftlichen Überlieferungen sind aus dem 7 Jh vor Christus bekannt.

Im Abendland wurde die Astrologie im Mittelalter durch die Kirche abgelehnt, aber durch Karl den Großen ca. 800 nach Christus wiederbelebt. Im 14. Jh gab es sogar an vielen Universitäten Lehrstühle für Astrologie, der Letzte an einer deutschen Uni ( Würzburg ) wurde im Jahr 1817 geschlossen.
Ihre Renaissance erfuhr sie im späten 19.Jh. und ab dem 20. Jh wurden wieder zahlreiche astrologische Institute gegründet, die Grundlagenforschung weiterentwickelt, die Prognose- und Deutungsmethoden verfeinert. Es fand auch ein Brückenschlag zur Psychologie und zu anderen Wissenschaften statt.

Ganz anders als im weit verbreiteten Glauben unserer heutigen Gesellschaft angenommen, kann sie mehr als Zuckerwürfel oder Boulevardpresse zieren.

Sie ist ein tiefgreifendes Instrument, das Leben in all seinen Erscheinungen zu erkennen, zu benennen und zu verstehen. Um sich einem Verständnis der Astrologie und ihrer Hintergründe annähern zu können, ist es notwendig, sich mit dem „analogen, dem senkrechten Denken“ vertraut zu machen. Das senkrechte Weltbild bedeutet, dass auf allen Ebenen der Erscheinungsformen die gleichen Gesetze herrschen. Es ist kein kausales Denken, wie es in unserer Gesellschaft üblich ist. Es ist kein „Wenn dann“, sondern ein „wie oben so unten“. Und ganz wichtig, entgegen der weitläufigen Meinungen, beeinflussen uns die Planeten nicht! Sie sind vielmehr ( dank der Astronomie )messbare Symbole. Sie sind wie ein Thermometer, das die Temperatur misst, sie aber nicht selbst macht.

In der Astrologie begegnen uns die 12 Archetypen, die Urprinzipien des Lebens aus denen unsere Welt zusammengesetzt ist.

Diese 12 Archetypen, die 12 Tierkreiszeichen und ihre Zeitqualität im Jahresverlauf werde ich in den kommenden 12 Monaten hier vorstellen. Es wird nur ein kurzer Abriss werden, dennoch hoffe ich, Ihnen die wunderbare Astrologie, für die mein Herz schon seit 30 Jahren schlägt, damit ein klein wenig näher bringen zu können. Vorab sei noch erklärt, dass wenn ich z.B. vom Widder spreche, es nicht nur um Widdergeborene geht. Wir alle haben im Horoskop alle 12 Tierkreiszeichen vertreten, in mehr oder weniger starker Ausprägung. Es geht um die archetypische Energie, die sich auf allen Ebenen unseres Seins ausdrückt. Einen großen Unterschied macht es auch noch auf welcher Ebene ich die Energie erlebe. Ich kann sie bewußt leben oder unbewußt, aktiv oder passiv, als Täter oder als Opfer.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erkenntnis beim Lesen der Texte
Ihre Anette Rapp


FISCHE / NEPTUN / 12. HAUS


Nun befinden wir uns im letzten Zeichen des Tierkreises, die Energie löst sich ins All-Eins-Sein auf, um dann mit dem Frühling und dem Widder zu einem Neuanfang aufzubrechen.

Im Zeichen des Fisches werden wir mit unserer tiefen Sehnsucht nach dem All-Eins-Sein konfrontiert, der Sehnsucht nach Auflösung und Verschmelzung mit der Einheit des Lebens, nach unserem göttlichen Wesen. Tief in uns erinnern wir uns an die göttliche Einheit, aus der wir gekommen sind und versuchen sie in unserem alltäglichen Leben wiederzufinden.

In unserer westlichen Kultur kein leichtes Unterfangen, da dafür nicht wirklich Raum gegeben wird.
Ein spirituell ausgerichtetes Leben ist für viele fremd, es wird von der Gesellschaft nicht besonders unterstützt, oft sogar als abgehoben oder „esoterisch“ beschimpft.

Leider drückt sich dann diese Energie oft in unterschwelliger Angst aus. Wir haben unseren kosmischen Halt und das Vertrauen in uns und unsere göttliche Einheit verloren.

Daher finden wir in der Fischethematik auch negative Auswirkungen, wie z.B. Drogen-, Alkohol-, Fernseh- und Tablettenabhängigkeiten, Rauchen und alle anderen Süchte… Die Sucht kommt von der Suche nach der tief in uns verankerten und erinnerten Einheit, die sich scheinbar im Leben nicht mehr finden lässt.

Die unerlöste Fischeenergie zeigt sich auch in Symptomen wie Angst, Flucht, Orientierungslosigkeit und Verwirrung. Am liebsten möchte man dann vor der manchmal doch harten Realität und der Verantwortung vor dem Leben davonlaufen.

Oft versteckt man sich auch hinter einer Maske, aus Angst, so gesehen zu werden, wie man ist. Das wahre Selbst wird hinter der Maske oder einem Schleier verborgen. Manchmal lügen wir uns und anderen lieber etwas vor, als die Realität zuzulassen. Im Fische finden wir deshalb auch Begriffe wie Lüge, Illusion, Traum…

Diesen unerlösten Anlagen der Fischeenergien, wie Verdrängen, Verschleiern, Verdecken, Verstecken steht die erlöste Form gegenüber. Es geht darum, sich dem Verdrängten zu stellen, sich seinen Ängsten bewusst zu stellen und sich zu demaskieren, sich sichtbar zu machen, so wie man ist.
Alles Verdrängte, alles was man versucht unsichtbar zu machen, kommt zu einem zurück, begegnet uns dann meist in verzerrter Form im Leben wieder.

Wenn wir uns dem Verdrängten stellen, wenn wir uns trauen, unsere Ängste durch Bewusstwerdung und Erkennen der Hintergründe zu heilen, begegnen wir den erlösten Formen der Fischeenergie.

Wir finden ein allumfassendes Vertrauen in uns und der Welt. Wir tauchen ein in den großen Ozean des Seins, als einzelner Wassertropfen und doch ALLES in uns tragend, auflösend und uns dennoch findend.

 

Hier nun noch ein paar Fische / Neptun Zuordnungen:

Organe: schwierig zuzuordnen, Ätherkörper
Krankheiten: Infektionen (Seuchen), Lähmungen, Vergiftungen
Berufe: Krankenpfleger, Fürsorgeberufe, Psychotherapeut, Seelsorger, Drogenberater, Filmbranche, Fischer, Bademeister, Getränkeindustrie, Schifffahrt, Matrose, Florist, Apotheker, Tabakverkäufer

Sportarten: Schwimmen, Tauchen, Wassergymnastik
Speisen: Fischsuppe, Schnecken, vegetarische Küche, Salate, Gemüsesuppe, asiatische Reisgerichte
Getränke: Vermouth, Wasser
Farbe: flussgrün, algengrün, rosa, hell-lila, sehnsüchtige Farben
Tierreich: eher Fische, zerbrechlich-zarte Tiere, Einzeller, Plankton, Qualle, Seepferdchen, Muschel, Weichtiere, Lurche
Pflanzen: vorwiegend Algenarten, in zarten Farben blühende, wenig widerstandfähige
Pflanzen, manchmal mit betörendem bis betäubendem Duft, Träger von
Halluzinationsgiften

Sprichwort: Stille Wasser gründen tief. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Motto des Auftretens: Ja, wo ist er denn?


WASSERMANN / URANUS / 11. HAUS

Nun ist schon wieder der erste Monat des neuen Jahres um und wir sind im Februar angekommen, im Tierkreiszeichen Wassermann.

Was wartet da auf uns?

Interessanterweise bauen ja alle Zeichen, denen wir auf unserer Reise durch den Tierkreis begegnen, aufeinander auf… sie greifen das vorherige Thema auf, verfeinern, spezifizieren es, setzen es ein.

Die Energie im Wassermann jedoch ist die Einzige im Tierkreis, die sich sozusagen gegen die Vorherigen auflehnt. Vorher hatten wir den Steinbock, der hat uns Ziele, Verantwortung, Disziplin, Strukturen und Gesetze gebracht. Wassermann sprengt nun die alten Mauern, bricht aus, sucht den Weg in die Freiheit… und das alles im Sinne der Evolution. Wir werden hier aufgefordert, das Bestehende zu überprüfen, ob es noch nützlich ist für unsere Entwicklung und es loszulassen, wenn es das nicht ist.

Manchmal tun wir uns schwer damit und dann hilft das Leben nach, in Form von plötzlichen Umbrüchen, Unfällen, Knochenbrüchen etc.

Revolutionen gehören zum Wassermannprinzip, Utopien, Reform und auch Individualität.

Ohne das Wassermannprinzip schwämmen wir immer noch als Amöben im Wasser, weil wir es doch immer getan haben …

Wir finden hier das Thema der Freiheit… in unserer Gesellschaft aber leider oft missverstanden als

„Freisein von“ (das hat oft mehr mit steinböckigem Widerstand zu tun). Die wassermännische Botschaft liegt mehr im „Freisein für!!!“ Wenn wir uns innerlich von unseren Glaubenssätzen, Blockaden, Meinungen etc. befreit haben, können wir wirklich frei sein in der Entscheidung für etwas.

Weitere Wassermannworte sind Freundschaft, Charme und auch die Intelligenz. Auch Menschenfreundlichkeit und Gleichberechtigung gehören hier hin. Der Herrscherplanet Uranus wurde zur Zeit der französischen Revolution entdeckt… Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Wo könnt Ihr in Eurem Leben diese Anteile noch besser zum Ausdruck bringen?

Wo darf Neues seinen Weg gehen. Wo mal ausbrechen und ganz Neues wagen?

Wo versucht Ihr frei zu sein von, statt frei zu sein für?

Wie sehen Eure Freundschaften aus? Gibt es da vielleicht etwas „Auszumisten“, neu zu beleben oder einfach mal wieder zu beachten? Mit einem lieben Gruß, einem überraschenden Besuch …

Wo sind vielleicht alte Strukturen zu eng geworden und dürfen jetzt gesprengt werden?

Im Wassermann haben wir energetisch die Chance, mal aus dem sogenannten Hamsterrad auszusteigen.

Ganz typisch dafür ist die Faschingszeit… Mal raus aus eingefahrenen Rollen und Tretmühlen, rein in ein Kostüm und idealerweise mal ganz in der neuen Rolle aufgehen… Probiert es mal aus… einfach mal was Verrücktes tun.

Es tut so gut, die alten Mauern zu sprengen und Neues durch zulassen. So viel nicht genutztes Potential liegt in uns brach und wartet nur darauf, endlich mal ans Tageslicht zu gelangen und sich seinen Weg zu bahnen…

Probiert Euch aus, dehnt Eure Grenzen und lasst Euch von einem größeren Geist inspirieren.

Hier nun noch ein paar Wassermann / Uranus Zuordnungen:

Organe: Zentralnervensystem, Waden
Krankheiten: Brüche, Unfälle, Spasmen, Koliken, Nervenleiden
Berufe: Pilot, Stewardess, Erfinder, Karikaturist, Astrologe, Neurologe, Psychiater, Ornithologe, Informatiker, Spezieleffektemacher bei Film und Zirkus
Sportarten: Badminton, Federball, Drachenfliegen, Fallschirmspringen, Skispringen, Stabhochspringen, exzentrische Sportarten
Speisen: Crepes, Zuckerwatte, künstlich Gefärbtes, viel Gemüse ohne Wurzeln
Getränke: freundschaftlich, spritzig, Skiwasser, Sekt
Farbe: eisblau, eisgrünblau, metallische Farben, schrill
Tierreich: vor allem Vögel, Känguru, Zebra, Giraffe, Schmetterling, Libelle
Pflanzen: Pflanzen mit Luftwurzeln, bizarre Pflanzenarten
Sprichwort: Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.
Motto des Auftretens: Lieber lebendig als normal


STEINBOCK / SATURN / 10. HAUS

Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember ist Tag -und Nachtgleiche und die Sonne wechselt in das Zeichen Steinbock.

Es ist das erste Zeichen des Winters. Die Lebensthemen, die im Zeichen Steinbock zu entwickeln sind, können wir auch von der Natur ableiten. Das äussere Wachstum wurde eingestellt, nun geht es um die Reduzierung auf das Wesentliche. Es scheint erst einmal alles stillzustehen.

Nach der quirligen Fülle im Schützen fällt uns das manchmal schwer… Innehalten, Innenschau, Stille. Dabei ist es ein wesentlicher Baustein unseres Lebens. Bestandsaufnahme, Resumee ziehen und schauen, was überaltet ist und losgelassen werden kann, was noch dienlich ist und wie dies noch weiter ausgebaut werden kann. Dies bedeutet auch, die daraus entstehende Klarheit zu nutzen, um uns nun auf neue Ziele zu konzentrieren.

Wir dürfen unsere Fähigkeiten, wie Geduld und Ausdauer erweitern, um unsere Ziele zu erreichen. Das kann auch mal länger dauern, der Steinbock hat es nicht eilig. Ihm geht es um eine reife bewußte Entwicklung. Und das dauert eben manchmal. Hier finden wir also auch das Thema Zeit und somit auch die Vergänglichkeit des Materiellen/ unseres Körpers.

Nach der Fülle des Schützen wählen wir aus der Vielfalt einen Teilbereich aus, um in mit Disziplin und Entschiedenheit zu verfolgen, um darin Meisterschaft zu erlangen. Wir bauen sozusagen das Fundament, um darauf etwas größeres, beständiges zu erbauen. Nach dem Schütze wirkt das erst einmal langweilig, ausbremsend und stößt deswegen oft auf Widerstand.

Auch das ist ein typisches Steinbockwort, der Widerstand. Wenn wir uns des Gesetzen des Lebens (auch die gehören zum Steinbock) widersetzen, blockieren wir den natürlichen Rhythmus und so etwas kostet immer Energie, macht müde, schlapp, schlimmstenfalls sogar depressiv.

Hilfreich ist es diese Zeit des Rückzugs, vielleicht auch mal der Einsamkeit, bewußt zur Innenschau und Einkehr zu nutzen, sich selbst bewußter und allgemein klarer zu werden und sie als einen wichtigen Teil im Lebenszyklus zu begreifen.

Saturn wird somit zu unserem inneren Führer und Meister, auch wenn er oft karg, trocken und streng dargestellt wird. Er ist ein Lehrer und wir können immer wieder entscheiden, ob wir im Leben weiter lernen und uns entwickeln wollen, reifen wollen oder ob wir im fast pubertären Zustand des Widerstandes steckenbleiben wollen. Hier gilt es auch, die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, reif und erwachsen zu werden.

Im Horoskop finden wir im, dem Steinbock zugeordneten, 10ten Haus die Berufung. Der innere Ruf wird bei allen Menschen früher oder später vernehmbar. Warum bin ich hier? Was ist meine Aufgabe? Der Sinn meines Lebens? Was kann ich der Gemeinschaft durch meine Fähigkeiten zur Verfügung stellen? Was ist mein Plan?

Ein erfülltes Leben finden wir meines Erachtens nicht im Schützen, auch wenn uns da alle Möglichkeiten offen stehen, sondern in der Erfüllung unseres „inneren Vertrages“, den wir mit dem Leben geschlossen haben.

Hier nun noch ein paar Steinbock / Saturn Zuordnungen:

Organe: Knochen, Skelett, Haut, Sehnen und Bänder, Zähne, Haare, Milz
Krankheiten: Steinleiden (Nieren-, Blasen-, Gallensteine), Sklerosen, Schrumpfungsprozess, Verschlusskrankheiten (Darm-, Magenverschluss, Thrombose), Mangelkrankheiten (Vitamine, Mineralien, Eiweiss), Haarausfall, allgem. chronische Krankheiten
Berufe: Beamte, Rechtspflege, Naturwissenschaftler, Mathematiker, Architekt, Bildhauer, Schornsteinfeger, Lehrer, Politiker, Verwalter, Wächter
Sportarten: Marathonlauf, Langstreckenlauf, Skilanglauf, Bergsteigen, Hochsprung, Dressurreiten
Speisen: Tafelspitz, Suppenfleisch, Bratwürstel, Speck, Linsengericht, Schwarzbrot, sparsam, streng, klar schmeckend
Getränke: Honigwein, Fruchtlikör, süß und beschwingt
Farbe: schwarz, dunkelblau, dunkelgrün, anthrazit, allgemein dunkle Farben
Tierreich: Einzelgänger, genügsam, Arbeitstiere, Bergtiere, Steinbock, Ziege, Muli, Esel, Schäferhund
Pflanzen: Farne, Efeu, nicht blühend. Langsam wachsend, widerstandsfähige oft schattig lebende Arten, Gebirgspflanzen
Sprichwort: Gut Ding will Weile haben. Kommt Zeit, kommt Rat. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Motto des Auftretens: Erst die Arbeit, dann das Spiel


SCHÜTZE / JUPITER / 9. HAUS

Nun steht schon der Dezember vor der Tür, die Tage werden kürzer und kürzer, das Jahr neigt sich seinem Ende zu und wir sind nach den oft sehr trist empfundenen nebligen Skorpion-Novembertagen in der viel lichtvolleren Schütze-Zeit angekommen.

Mit dem Anzünden der ersten Adventskerze hat die Adventszeit begonnen und schenkt uns die Möglichkeit der geistigen Innenschau.

Der Schütze ist das letzte Herbstzeichen vor der Wintersonnenwende ist, welche ja der dunkelste Punkt des Jahres ist. Die Energie, die der Schütze mitbringt, fordert uns auf, das Licht in uns und etwas Höherem zu finden und uns wieder damit rück zu verbinden (Religio).

Es ist eine gute Zeit, sich den eigenen Glauben näher anzuschauen und es können neue geistige Impulse, die dem Leben einen Sinn geben, gesetzt werden.

Es gilt, nach Höherem zu streben und sich auf seine innere Weisheit zu verlassen, beziehungsweise sie zu entwickeln. Neue Visionen können erschaffen werden, mit der Kraft des Glaubens im Gepäck, welche dann mit Beginn der Steinbockzeit konkret in die Tat umgesetzt werden können.

In dieser Zeit können wir uns zu neuen Horizonten wagen und alte Grenzen hinter uns lassen. Das geistige Feuer verleiht uns Menschen Weisheit oder zumindest die Möglichkeit nach Weisheit, nach dem Göttlichen zu streben.

Dunkelheit und Licht sind wesentliche Merkmale der Schütze-Zeit. Die Dunkelheit, weil die Tage beständig kürzer werden. Das Licht, weil dem Schütze der Optimismus zugeordnet wird. Schon ein winziger Lichtstreifen am Horizont reicht aus, um seine positiven Gedanken aufblühen zu lassen.

Im Schütze regiert der Planet Jupiter und verspricht uns wieder Licht am Ende des Tunnels.

Er steht für Sinnsuche und Sinnfindung im Leben. Auch Glück und Erfüllung werden ihm zugeordnet. Des Weiteren finden wir hier auch Begriffe wie Vertrauen, Zuversicht, Optimismus, Lebensbejahung, Gerechtigkeit, Toleranz, Großzügigkeit. Wichtig ist ihm das eigene Wachstum und die persönliche Sinnfindung.

Auf der weniger bewußten Ebene finden wir dort das „Gutsein“, alle Arten von ungesunden Übertreibungen, von Maßlosigkeit. Auf der körperlichen Ebene kann sich das durch Hüftprobleme (große Schritte machen), übermäßige Leibesfülle oder Leberprobleme ausdrücken.

Und … zu guter Letzt ist es interessant, zu erkennen, dass in der Vorweihnachtszeit zwar oft das Wort Besinnlichkeit fällt, es aber in der Schütze-Zeit meist weder ruhig noch beschaulich zugeht!

Diese Qualitäten in der Vorweihnachtszeit zu suchen, ist somit ein weitverbreiteter Irrtum.

Die Stille kehrt erst mit Steinbock ein.

Schütze steht für Bewegung und Aktivität. Und vorallem für Sinnfindung – vielleicht beweisen wir ja durch die Aktivitäten, dass wir bereit sind, uns gegen zunehmende Dunkelheit und Kälte zu wehren. Und zeigen, dass wir lebendig sind und an das Licht glauben. Innerlich brennt ein Feuer und es

drängt uns diese Leidenschaft zu leben.

Hier nun noch ein paar Schütze / Jupiter Zuordnungen:

Organe: Leber, glatte Muskulatur
Krankheiten: Wucherungen, gutartige Tumore, Schwellungen, Übergewicht, Fettgewebserkrankungen
Berufe: leitende, strategische Berufe, organisatorische Aufgaben, Manager, Jurist, Werbebranche, Reisebüro, Politiker, Priester, Missionar, Hotelier
Sportarten: Weitsprung, Speerwurf, Bogenschiessen, Reiten ( Ausnahme Dressur), Golf
Speisen: sahnereiche Speisen, Nachspeisen, Götterspeise, Teigwaren, viel Süßes
Getränke: Honigwein, Fruchtlikör, süß und beschwingt
Farbe: kardinalsrot, königsblau, tiefes Gelb
Tierreich: gutmütige, eher wuchtige Tiere, Pferde, Bernhardiner, Schwein, Elefant, Eule, Uhu
Pflanzen: vorwiegend Bäume (großblütig, fruchtig)
Sprichwort: Alle guten Dinge sind drei. Wer angibt, hat mehr vom Leben. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Motto des Auftretens: Lachen ist die beste Medizin


SKORPION / PLUTO / 8. HAUS
November, das Jahr neigt sich zu Ende, die „dunkle Jahreszeit“ hat begonnen…. Wir sind im Tierkreiszeichen des Skorpions angekommen. Der Herbst ist auf seinem Höhepunkt, die Blätter verfärben sich und tanzen im Wind… ein farbenfrohes Leuchten, aber auch Herbstnebel, die sich ihren Raum nehmen. Die Natur zieht sich in ihre Essenz zurück, das Leben weicht zurück ins Erdinnere.

Nun können wir uns, der Natur folgend, in die warme Höhle und die Geborgenheit unseres Heimes zurückziehen, eine Kerze anzünden und die Aufmerksamkeit mehr und mehr vom Aussen in unser Inneres richten.
Das Alte ziehen lassen, uns Raum für Neues machen, was dann im nächsten Zyklus entstehen und wachsen darf….
Das Skorpionprinzip in uns führt uns in den Bereich der Seele, der sehr viel mit Wandlung, Transformation zu tun hat. Dort finden wir z.B. das bekannte „Stirb und Werde“.

In der Natur beobachten wir dieses unausweichliche Vergehen überall. Mutter Natur vollzieht die Wandlung zuverlässig, unabhängig davon, ob wir Lust auf Herbst, Winter, Dunkelheit und Kälte haben.
Sie zeigt uns auch das in der Natur angelegte „Loslassen“, mit dem wir uns doch so oft so schwer tun.
Durch den Rückzug der Säfte aus den Spitzen in die Wurzeln des Baumes, bekommen die Blätter keine Lebensenergie mehr, sie sterben ab. Die Bäume wehren sich aber nicht dagegen, sie lassen los, lassen geschehen … weil sie „wissen“ und von Natur aus vertrauen, dass nur so ein neuer Zyklus entstehen kann. Würden sie die Blätter festhalten, würden sie im Winter erfrieren.

Wenn wir im vorherigen Wasserzeichen ( dem Zeichen Krebs) die Annahme und das Vertrauen in uns wachsen lassen konnten, werden wir die Transformation, das Stirb und Werde im Skorpion nicht bedrohlich erleben…wir können uns vertrauensvoll der Wandlung hingeben. Ohne Vertrauen und Annahme versuchen wir die Dinge zu kontrollieren, festzuhalten, können uns nicht hingeben, was dann oft mit großem Schmerz und Drama verbunden ist.

Letzteres erleben wir dann auch oft in Partnerschaften. Das Thema Partnerschaft ist dem Skorpionprinzip zugeordnet…hier geht es ganz viel um die Annahme und das Vertrauen aus dem Krebs und die Hingabe aus der Waage. In der Partnerschaft stirbt das Ego, es verwandelt sich in etwas Übergeordnetes … wenn es bereit ist zu „sterben“.
Im Skorpionprinzip findet sich auch der Orgasmus, bekannt als der kleine „Tod“. Auch dafür ist das Vertrauen und die Hingabe eine Voraussetzung.

Die Vergänglichkeit des (körperlichen) Seins wird uns bewußt.
„Was bleibt“, fragt sich mancher, „von der Sonne, der schönen hellen Zeit, vom Leben allgemein… ?“
Es heisst Abschied zu nehmen.

Und damit kommen auch große Fragen auf …
Wohin gehe ich?
Woher komme ich?
Wohin geht all das Leben da draussen?
Was ist wirklich wichtig?

Der Skorpion als Tier als Symbol für diese Zeitqualität hat einen todbringender Stachel am Schwanz…deshalb ist er so gefürchtet…
Es ist die Angst vor dem Tod, vor unserer Vergänglichkeit, die die Begegnung mit dem Skorpion so besonders macht.
Gerade auch in unserer heutigen Zeit und unserer sogenannten „Spaßgesellschaft“, in der Spaß und Leben so groß geschrieben wird, wird das Thema Tod oft tabuisiert und verdrängt. Durch Verdrängen können wir dieses wichtige Lebensthema jedoch nicht integrieren … es schwelt im Verborgenen vor sich hin und wir alle ahnen, wenn auch unbewußt, irgendwann wird es wie ein Vulkan an die Oberfläche geschleudert ( das sind dann oft die Dramen, die im Leben geschehen, denen wir uns dann recht ohmächtig ausgeliefert fühlen ). Im Skorpion finden wir auch das Thema Macht und Ohnmacht.

Das Skorpionprinzip führt uns in das Reich unserer Urängste, zeigt uns dort aber auch die Chance zur Befreiung davon…
Hier finden wir das Problem UND die Lösung/Heilung.

Wie geht es Euch mit dem Thema des Stirb und Werde, dem Thema Tod und Vergänglichkeit? Habt Ihr da eher einen bewußten, entspannten Umgang mit oder ist es etwas was unbewußt in Euren Tiefen schlummert und immer mal wieder „Alarmsignale“ an die Oberfläche sendet?

Hier nun noch ein paar Skorpion / Pluto Zuordnungen:

Organe: Harnblase, Mastdarm, Enddarm, Prostata, Nase, After, Geschlechtsorgane
Krankheiten: Autoaggressionskrankheiten ( Allergien ), tödliche Krankheiten ( Krebs ), Verwachsungen ( Buckel ), Bluthochdruck
Berufe: KFZ-Mechaniker, Chemiker, Drogist, Pharmazeut, Urologe, Gynäkologe, Psychologe, Heilpraktiker, Notarzt, Spion, Röntgenarzt, Leichenwäscher, Totengräber, Gefängniswärter, Schlächter
Sportarten: Eishockey, Rugby, Kampfsport, Marathon, Ironman
Speisen: Currywurst, „Mc Donalds“, makrobiotische Ernährung, japanische Küche, rohe Fische, Schlange, Affenhirn
Getränke: Extremes, Heilwasser, Aquavit, Pernod, Fernet
Farbe: granatrot, giftgrün, schwarz
Tierreich: eher Raubtiere, Echsen, Reptilien, Aasfresser, Amphibien ( Krokodil ), Spinne, Skorpion
Pflanzen: Moose, Schmarotzerpflanzen, giftige, verlockend blühende Pflanzen, auch stinkend
Sprichwort: Wer anderen eine Grube gräbt…, Ein Unglück kommt seltenalleine.
Eiersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft
Motto des Auftretens: Rache ist süß


WAAGE / VENUS / 7. HAUS

Mit der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche am 23. September sind wir im Tierkreiszeichen der Waage angekommen. Wir haben uns im Jungfrauprinzip in Demut bereit gemacht, um nun in der Waage dem Du und der Welt zu begegnen und uns dem hinzugeben.
Hingabe bedeutet nicht einfach nur Selbstaufgabe, sondern vielmehr, uns ganz mit unseren Fähigkeiten und Anlagen im Du, in der Welt einzubringen; unsere Anlagen weiter zu entwickeln und diese im Kontakt mit der Welt gespiegelt zu bekommen.
Es geht um ein wertfreies Erkennen und Annehmen dessen, was uns dort begegnen. Es ist unsere Spiegel.
Sind wir bereit, dem Du, dem Spiegel und somit uns selbst zu begegnen? Oder lassen wir uns nur oberflächlich auf Kontakt ein und nehmen nicht allzu ernst, was uns dort begegnet? Vielleicht auch, weil uns nicht gefällt, was wir dort gespiegelt bekomme?

Im Waageprinzip finden wir auch den Wunsch nach Frieden, Harmonie und Ausgleich … die Waage sucht nach Balance. Ausgleichen kann man aber nur, wenn beide Waagschalen gleich stark gefüllt werden. Es geht darum, beide Seiten zu akzeptieren, sich nicht nur auf eine Seite zu schlagen… Annahme auch der konträren Seiten in uns – wertfrei die Tag- und Nachtseite (das Plus und Minus, das Für und Wider) zu erkennen und anzunehmen.
Auf der spirituellen Ebene ist die waagehafte Hingabe ein Tor in eine andere Seins-Dimension, ein Zustand, der uns erkennen lässt, dass es noch etwas Größeres, etwas jenseits von unserem gewohnten Leben im Körper und Verstand geben muss.

Ihr alle habt sicherlich schon das ein oder andere Mal erlebt, dass Ihr Euch einem Menschen, einer Sache oder einem bestimmten Ereignis, einer Arbeit vollkommen hingegeben habt – ein schöner Sonnenuntergang, das Malen eines Bildes, das Singen eines Liedes. Und plötzlich taucht Ihr wieder auf und werdet Euch wieder bewusst, wo Ihr seid und fühlt, wie schön es dort war und fühlt einen inneren Frieden.
Wir müssen aber ein Selbst entwickelt haben, es dann überwunden haben, um dort hinkommen zu können.

Deswegen ist es auch so wichtig, erst die eigenen Anlagen entwickelt zu haben… so z.B. vor allem die der Waage gegenüberliegende Widderqualität.
Wenn wir dort nicht gelernt haben“ Ich will“ zu sagen und uns durchzusetzen gelernt haben, können wir uns in der Waage nicht hingeben, weil es da dann gar nichts gibt, was sich hingeben kann.
Ein sehr spannender Aspekt. Da finden wir dann die eher negativen Ausdrucksformen der Waage, wie z.B. den faulen Kompromiss und Meinungslosigkeit, Schönreden.

Und auch das „Gewolltwerden“, statt das Wollen in einer Partnerschaft.
Viele Partnerschaften basieren genau auf diesem Zustand der nicht ausgebildeten Anlagen und Fähigkeiten, sodass das Lieben und Hingeben sich dann als Geliebtwerdenwollen zeigt, ein sich gar nicht einlassen können auf das Du, weil das Ich nicht genug ausgebildet ist und daher nichts da ist, was sich hingeben kann und überwunden werden kann.
Eine sehr berühmte Waage-Persönlichkeit ist Mahatma Gandhi. Es gibt ein bekanntes Zitat von ihm: „Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen möchtest.“
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine inspirierende Waagezeit… Zeit in den Spiegel zu schauen und zu reflektieren, was ihr da seht … Euch dem Fluss des Lebens anzuvertrauen und hinzugeben und darin Eurer Göttlichkeit wieder ein Stück näher zu kommen.

Hier nun noch ein paar Waage / Venus Zuordnungen:

Organe: Niere, Harnleiter, Bauchspeicheldrüse
Krankheiten: Gleichgewichtsstörungen, Nierenkrankheiten
Berufe: Richter, Anwalt, Modebranche, Kosmetikbranche, Kunstgewerbe, Eheberater, Friseur
Sportarten: Eiskunstlauf (Kür), Tanzsport, Ballett, Gymnastik
Speisen: Süßigkeiten, Nachspeisen, franz. Küche, Gourmet
Getränke: Cocktailmix, Champagner
Farbe: hellblau, blaugrau, taubenblau, blaugrau
Tierreich: Ziertiere, Lipizzaner, Pfau, Pudel, Flamingo, Reh
Pflanzen: gezüchtete Zierpflanzen, betörend duftend, zartblütig, pastellfarben
Sprichwort: Wer die Wahl hat, hat die Qual
Motto des Auftretens: Küss die Hand, gnä Frau


JUNGFRAU/ MERKUR / 6. HAUS

Der Hochsommer und auch die Sommerferien neigen sich langsam dem Ende zu und die
Tag und Nachtgleiche rückt immer näher. Und wir sind im Zeichen der Jungfrau angekommen.
Wie war der Sommer und dieses bisherige Jahr für Euch? Welche Ernte könnt Ihr nun in dieser Zeitqualität der Jungfrau einfahren? Und was bedarf noch der Korrektur / der Heilung?

Nach dem Erkennen und Spielen mit unserem Löwe-Selbst – dem Erfahren von Selbstbewusstsein – gilt es nun in der Jungfrau (unter anderem) demütig zurück zu treten.
Gäbe es in uns das Jungfrau-Prinzip nicht, würden wir selbstverliebt vorm Spiegel verweilen und uns in unserem Stolz und gegebenenfalls in unseren Egos „sonnen“.
Das Jungfrauprinzip fordert uns auf, aus dem feurigen Löwe-Machen auszusteigen, uns dem Fluss des Lebens, dem Sein anzupassen. Und uns bereit zu machen für den Kontakt mit der Welt, dem Du, dem Göttlichen. Im nächsten Prinzip der Waage wartet dann die Hingabe, für die wir im der Jungfrau die nötige Vorarbeit leisten müssen.
Es geht um ein sich der Welt zur Verfügung stellen, ein Dienen. Auch das Thema Arbeit finden wir hier.
Bei all diesen Worten, wie Demut, Arbeit, Dienen, Anpassen denkt man schnell an angepasstes, erniedrigendes, demütigendes Handeln. All das ist damit nicht gemeint.

Es ist vielmehr eine innere Haltung – ein Stück zur Seite treten, seinen Platz in dem Weltengeschehen erkennen und einnehmen und dort dann genau mit dem dienen, wozu man geschaffen wurde.
In der Jungfrau kommt der Ausdruck der im Stier angelegten Fähigkeiten und Talente und der Ausdruck des im Krebs gewonnenen Gefühls zusammen…dieser Ausdruck sollte unsere Arbeit sein.
Leider erleben wir diese Arbeit in der heutigen Gesellschaft allzu oft als etwas Lästiges, etwas, das nicht wirklich unserem tieferen Sein entspricht, etwas, das wir tun, nur um Geld zu verdienen.
Daraus resultiert dann auch die in der Jungfrau vorzufindende Krankheit (und wichtig, dort ist auch die Heilung!).
Kommt es nicht zu einem adäquaten harmonischen Ausdruck unserer Fähigkeiten und unserer Gefühle, werden wir krank – ein Zeichen der Dysbalance.

In der Jungfrau finden wir hierzu passend auch den Ausdruck unserer Gefühle, hier vor allem der non-verbale (im Zwilling finden wir den verbale Ausdruck).
Auf der körperlichen Ebene können wir das Thema Anpassung besser verstehen lernen, wenn wir uns die dem Jungfrau-Prinzip zugeordnete Adaptationsfähigkeit z.B. der Augen anschauen. Die Reaktion der Pupillen auf Hell und Dunkel) Es ist ein automatisches sich den gegebenen Umständen Anpassen – es hat nichts mit Unterordnung zu tun, sondern ein mit dem Dingen, mit dem Sein gehen und dann optimal wirken können.
Da ich selbst über eine starke Jungfrau-Betonung verfüge, könnte ich jetzt ins ausufernde Schwelgen verfallen…
Das Zeichen hat natürlich, wie alle anderen auch, seine schönen und seine etwas anstrengenderen Seiten.
Diese in eine Ausgewogenheit zu bringen und dann mit dem Ergebnis der Welt zu dienen, empfinde ich als eine große Freude und ein großes Geschenk.
Und etwas, das in unserer Welt durch die vielen Menschen, die diesem Prinzip ebenfalls folgen, auch als Heilung auf vielen Ebenen sichtbar wird.
Bei diesen Worten fühle ich eine große Dankbarkeit.

Hier nun noch ein paar Jungfrau / Merkur Zuordnungen:

Organe: Dünndarm, Zwerchfell, Bauchspeicheldrüse, Dickdarm
Krankheiten: Störung der Aufnahme und Verarbeitung, Darmprobleme, Allergien
Berufe: pädagogische Berufe, Lehrer, Professor, Spezialisten, Steuerprüfer, Wirtschaftsprüfer, Finanzbeamter, Versicherungskaufmann, Buchhalter, Kritiker, Buchhalter, Arzt, Zahnarzt, Gärtner, Butler
Sportarten: Skilanglauf, Eiskunstlauf (Pflicht), Dressurreiten, gesunde Sportarten, Yoga, Vernunftssport
Speisen: Smörebröd, kalte Platten mit Käse, viel Gemüse und Salat, gesunde Küche, Müsli
Getränke: Kräutertee, Magenbitter
Farbe: weiß, sandfarben, hellbraun, beige, grau, lindgrün
Tierreich: Haustiere, Nutztiere, arbeitsam, gelehrig; z.B. Ameise, Käfer, Haflinger, Schlittenhund …
Pflanzen: nicht blühende Grünpflanzen, langsames Wachstum
Sprichwort: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Motto des Auftretens: Erst Gurten dann Starten!


KREBS / MOND / 4. HAUS
Im Zeichen Krebs gelangen wir zu unserer Quelle, unserem Ursprung, unserer inneren und äußeren Heimat. Es ist der Ort in und um uns, an dem wir uns geborgen fühlen, wo wir verwurzelt sind, Kraft tanken und regenerieren.
Hier kommen wir mit unserer weichen weiblichen Seite in Berührung. Die Welt der Gefühle nimmt hier ihren Anfang. Nach den drei, die materielle Erscheinungswelt symbolisierenden, Frühlingszeichen Widder, Stier und Zwilling, verweisen uns nun die folgenden Sommerzeichen Krebs, Löwe und Jungfrau auf die inneren Energien. Der materielle Körper bekommt nun seinen Lebensatem eingehaucht, wird lebendig und beseelt.

Im Krebs finden wir die Quelle dieses Lebensatems. In der erlösten Form liegt hier auch die Quelle unseres Mitgefühls und unserer Liebesfähigkeit.

Der dem Krebs zugeordnete Himmelskörper ist der Mond. Er widerspiegelt mit seinem sich ständig verändernden Gesicht und seinem schnellen Wandel durch den ganzen Tierkreis die Wechselhaftigkeit unserer Gefühle und Empfindungen. Ebenfalls finden wir diesen Rhythmus in den Gezeiten, im Steigen und Fallen des Wassers im Meer, in Flüssen und in allen Körpern, die Wasser enthalten und auch im weiblichen Zyklus.
Das weibliche Prinzip steckt in jedem von uns. Wir haben alle die Anlage und Fähigkeit zu Hingabe und Empfänglichkeit. Letzteres finden wir auch wieder in der Fähigkeit der Frauen, zu empfangen und gebären und zu nähren.
Die Mutter ist die archetypische Person für dieses Zeichen.
Im Krebs finden wir unsere Wurzeln. Dazu gehört unsere Heimat, unsere Familie, unsere Herkunft. Auf einer tieferen Ebene finden wir da auch unsere Geborgenheit, unsere Sicherheit in uns.
Eine weitere wichtige Anlage, die uns im Krebs begegnet, sind unsere Grundbedürfnisse nach Essen, Schlaf, Regeneration, Kleidung, Wohnung, Zärtlichkeit, Erholung, Regeneration. Hier finden wir auch die Fähigkeit, diese Grundbedürfnisse in uns zu erkennen und zu befriedigen, gut für uns zu sorgen. Früher hat das unsere Mutter für uns übernommen, im zunehmenden Alter müssen wir immer selbst diese Qualitäten übernehmen, um gesund, zufrieden und geborgen leben zu können.
Bleiben unsere Bedürfnisse unbefriedigt, kann sich das auf der körperlichen Ebene im Bereich der Brust, Vagina, den Eierstöcken, der Gebärmutter, den Schleimhäuten oder dem Magen widerspiegeln.
Die Hauptfrage im Zeichen des Krebses ist die, ob wir uns in uns selbst geborgen fühlen.

In der unerlösten Form fühlen wir uns getrieben von einer inneren Heimatlosigkeit, Kälte und Ungeborgenheit. Oft versuchen wir dann im Außen unser inneres Defizit aufzufüllen, erwarten von anderen (unserem Partner), dass er uns das gibt, was wir uns selbst nicht geben kann. Das Halten von Kuscheltieren entspricht dem ebenso. Genauso wie die Neigung zu Esssucht oder dem übermäßigen Verzehr von Süßem.
Dieses innere Defizit kann aber niemals im Äußeren dauerhaft befriedigt werden, es verschafft nur kurzfristige und scheinbare Linderung.
Und verweist uns immer wieder darauf, dass wahrhafte Geborgenheit nur in uns selbst gefunden werden kann. Dann und nur dann können wir auch anderen Geborgenheit und Wärme schenken…

Hier nun noch ein paar Krebs / Mond Zuordnungen:

Organe: Magen, Brustdrüse, Eierstöcke, Gebärmutter, Hoden, Schleimhaut
Krankheiten: Erkrankungen im Bereich der Nahrungsaufnahme und des Flüssigkeitshaushaltes
Berufe: Krankenschwester, soziale Hilfsberufe, Erzieher/in, Hebamme, Hotelgewerbe, Lebensmittelhandel, Kellner, Koch, Florist/in


ZWILLING / MERKUR / 3. HAUS

Im Tierkreis ist es das dritte Zeichen nach dem Frühlings-Neustart im Widder. Der Keim des Neuanfangs im Widder ging im Stier in die Kraft des Verwurzelns. Nun heißt es im Zwilling in die Verzweigung und Verästelung des Keimes zu gehen. Die materielle Grundlage zum Wachstum ist in diesen drei Zeichen gelegt. Zwilling ist ein bewegliches Luftzeichen, der Herrscherplanet hierzu ist der Merkur.
Hier geht es jetzt (unter anderem) um Kommunikation, Medien, Ausdruck, Verbindungen schaffen…wir finden hier die Nachrichten, die Post, das Mailen, das Reden und Austauschen … ein sehr kommunikatives, manchmal sogar wuseliges Zeichen.

Merkur, der Götterbote hat geflügelte Füße und ist zuständig – mit Beweglichkeit und Schnelligkeit – eine Information von einem Ort (bzw. in der Mythologie zwischen den Göttern und den Menschen) an den nächsten zu vermitteln. Sein Werkzeug ist die Logik und der Intellekt.
Für den Zwilling liegt die Herausforderung im verbalen Überbringen und Kommunizieren von Informationen ohne die eigene Meinung, Ansichten und Interpretationen mit einzumischen.

Wir alle wissen, dass das nicht immer ein leichtes Unterfangen ist… Siehe das Spiel „Stille Post“… Der Zwilling sollte der Postbote sein, der mit gleicher inneren Haltung einen Liebesbrief oder eine Rechnung überbringt. Er ist sozusagen das Medium der Übermittlung.
In unserer heutigen schnelllebigen medienschwangeren Zeit fühlt sich die Zwillingsenergie natürlich wie im Paradies. Aber wie alles im Leben gibt es da auch die Schattenseite, die zu beachten ist. Es gilt achtsam zu sein, wem oder was man glaubt, man sollte Informationen gut auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen und auch die Quelle prüfen, bevor die Information weiter vermittelt wird.

Auf der körperlichen Ebene finden wir hier die Lungen und das Atmen. Über den Atem sind wir mit allen Menschen verbunden, nehmen Luft in uns auf, die vorher durch andere Menschen gegangen ist, seien dies nun Freunde oder „Feinde“.

Das Zwillingsthema liegt im Ausdruck, in der Kommunikation. Die Erleidensform ist, wenn wir z.B. unter Getratsch und Geschwätz andere leiden oder Dinge nicht klar ausdrücken und verständlich machen können. Auch kann Schweigen eine Erleidensform der Zwillingsenergie sein. Das Nichtbeherrschen der Kunst der Kommunikation kann uns ins Schweigen und in die Wortkargheit treiben. Husten, Bronchitis sind dann Signale, die uns fragen lassen sollten. „Wem huste ich was?“. Mit wem sollte ich mal klar kommunizieren???

Die Qualität sowohl des Kommunizierens als auch des Schweigens gilt es zu erfahren und bewusst zu wählen.
In der erwachsenen Form können wir dann selbst entscheiden, ob wir reden wollen oder schweigen.

Hier nun noch ein paar Zwilling / Merkur Zuordnungen:

Organe: Luftröhre, Bronchien, Lungen, Nervenbahnen, Lymphsystem (Transport)
Krankheiten: Erkrankungen im Bereich der Atmungsorgane, des Austausches und des Lymphsystems
Berufe: Journalist, Redakteur, Schriftsteller, Übersetzer, Verleger, Fotograf, Sekretärin, Postbeamter, Reisebürokaufmann, Showmaster, Spediteur
Sportarten: Wandern, Handball, Radfahren, Gymnastik, Turnen,
Speisen: einfache Nudelgerichte, Hamburger, belegte Brötchen, Fast-Food, Wiener Würstchen
Getränke: „der heitere Kameradschaftstrunk“, Cola, Limo
Farbe: postgelb, luftig hellgelb, himmelblau, hellgrau
Tierreich: Insekten, Pudel, Affen, Hühner
Pflanzen: Sträucher, Stauden (schnellwachsend), verzweigt, verästelt, Pappel, Ahorn, Holunder, Karotten, Petersilie, Gänseblümchen, Gräser
Sprichwort: Sich regen bringt Segen. Morgenstund hat Gold im Mund. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Motto des Auftretens: Hallo, wisst ihr schon das Neueste?


STIER / VENUS / 2. HAUS

Die Natur beginnt in sattem Grün zu erstrahlen, wir freuen uns über die wärmenden Sonnenstrahlen, der Frühling scheint es nun wirklich ernst zu meinen.

Wie sind im Tierkreiszeichen Stier angekommen.

Stier gehört dem Element Erde an, der ihm zugeordnete Planet ist die Venus. Im Horoskop repräsentiert das zweite Haus die Stier /Venusenergie.
Der Keim aus dem Widder hat sich gut verwurzelt und wächst nun sicher nach oben in die ach so schöne maigrüne Üppigkeit. Wir sehen, riechen, hören und fühlen den Frühling mit all unseren Sinnen.

Im Stier geht es unter anderem darum, das Körperliche zu entdecken und zu genießen… die leiblichen Sinnesfreuden auf allen Ebenen… ganz in unserem Körper anzukommen.

Hier entdecken wir dann auch unsere Talente und Fähigkeiten, die wir in dieses Leben/ diesen Körper mitgebracht haben. Wenn wir unsere Fähigkeiten und Talente einsetzen, erschaffen wir einen Wert. Einen Wert für uns, den Eigenwert und einen Wert für die Welt. Dieser Wert wird in unserem System in der Regel mit Geld anerkannt. Deswegen finden wir im Stier/ im zweiten Haus neben dem Thema des Eigenwertes auch das Thema des Geldes, des Besitzes und auch der Grenzen, also inwieweit wir unseren Besitz verteidigen / sichern können.
„Können wir uns wertschätzen? Fühlen wir uns reich? Können wir uns in unserem Körper wohlfühlen? Fühlen wir uns sicher? Können wir auch Grenzen setzen?“ Das sind Fragen, die zum Thema des Stieres gehören.

Wir treten ein ins „erdenhafte“ Reich der Materie, unseren Körper zum Beispiel. Es geht aber auch um das Anhäufen von Besitz und Reichtümer. Weitere Fragen lauten dann das Individuum betreffend: „Wie können wir mit unserem inneren und äußeren Reichtum umgehen?“
Das Kollektiv betreffend gilt es dann im Zeichen Stier den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Mutter Erde mit ihrem so großen Reichtum zu entwickeln…wenn wir uns unsere Welt so anschauen, haben wir Menschen da noch einiges nachzuholen….

Im Stier finden wir auch die Geduld. Das was der Widder mit seiner spontanen, manchmal sogar impulsiven Art in die Welt gesetzt hat, gilt es nun mit Geduld und Ausdauer zu hegen und zu pflegen, damit es wachsen und gedeihen kann. Wenn wir ruhig, beharrlich und kontinuierlich daran bleiben, werden wir uns über eine reiche Ernte freuen können…

Hier nun noch ein paar Stier/ Venus Zuordnungen:

Organe: Kehlkopf, Stimmbänder, Mandeln, Ohren, Schilddrüse, Speiseröhre, Halswirbelsäule, Hals- und Nackenmuskulatur
Krankheiten: Erkrankungen im Halsbereich, Ohrenschmerzen, Mumps
Berufe: Bauunternehmer, Maler, Juwelier, Goldschmied, Bauer, Gärtner, Bankier, Gewichtheber, Kunstsammler, Bäcker
Sportarten: Ringen, Gewichtheben, Kegeln, Kugelstoßen, Tauziehen, Fußball, Kraftsport, Mannschaftssport
Speisen: Hausmannskost, Knödel, Schweinebraten, Schlachtplatte, Kartoffelpuffer
Getränke: traditionelle Getränke: Bier, Glühwein, Malzkaffee, selbstgemachte Säfte
Farbe: braun, lehmfarben, terrakotta, korallenrot, saftiggrün
Tierreich: Pflanzenfresser, in Gruppen lebend, Schwein, Kuh, Kaltblut, Dackel, Taube, Maikäfer, Marienkäfer
Pflanzen: Ulme, Eiche, Apfelbaum, Rüben (Knollen), Flieder, Maiglöckchen, Hortensien, Dahlien
Sprichwort: My home is my castle. Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Motto des Auftretens: Hast Du was, bist Du was!


WIDDER / MARS / 1. HAUS

Mit dem Frühlingsanfang wechselt die Sonne in den Widder, hier beginnt der Tierkreis- und Jahreszyklus zu einem neuen Umlauf.
Widder gehört dem Element Feuer an, der ihm zugeordnete Planet ist der Mars. Im Horoskop repräsentiert das erste Haus die Widder/Marsenergie.

Auf die Plätze fertig los…eine neue Runde. Pionierhaft eilt er voraus, den Weg bereitend, sichtbar auch im Durchbruch im Pflanzenreich. Archetypisch finden wir hier unter anderem das Thema der Durchsetzung, der Aggression.
Leider ist dieses Wort in unserer Gesellschaft meist negativ behaftet. Aggression äußert sich aber erst dann negativ in Gewalt, Zerstörung, Krieg, wenn die natürliche Energie, die Lebensenergie und die Durchsetzung nicht frei fließen kann. Das fängt oft schon in der Erziehung an, wenn Kinder ermahnt werden mit << Das heißt nicht „Ich will“, sondern „Ich möchte gerne“ >>.
Nein, die Widderenergie muss wollen dürfen!

Es ist unsere Lebensenergie, die im Körper inkarniert ist, um in der Körperlichkeit ihren Ausdruck zu finden. Eine große Kraft, eine Potenz … man sieht das auch z.B. an den Trieben, die sich ihren Weg manchmal sogar durch Asphalt bahnen. Oder bei der Geburt eines Huhnes…es braucht den aggressiven Akt der Zerstörung des Eies damit das Küken leben kann.

In der Widderenergie begegnen wir auch dem zündenden Funken, dem Impuls zum Anfang und auch dem Kampf um das Leben. Hier findet sich außerdem die Kunst des Streitens, der Mut zur Auseinandersetzung mit und der Bewältigung von Konflikten… Themen, denen in unserer Gesellschaft doch noch zu gerne aus dem Weg gegangen wird, was dann wiederum wie obengenannt zu negativen Ausdrucksebenen wie Wut und Ärger führt.

Wo finden wir in uns diese Energie und wie drückt sie sich aus? Kann sie frei fließen? Wird sie zurückgehalten, unterdrückt? Oder erleiden wir unterdrückte Aggression als Opfer dann von Außen?
Wo können wir Altes hinter uns lassen und neu anfangen? Was treibt uns gerade an, was will gelebt werden?
Haben wir den Mut „Ja, ich will“ zu sagen und die Dinge anzugehen oder sinken wir entmutigt zurück und geben auf?
Was dem Widder meist fehlt, ist die Geduld … die finden wir dann im Stier…

Hier nun noch ein paar allgemeine Widder/Mars Zuordnungen:

Organe: die Gallenblase, das Blut, die quergestreiften Muskeln, die Nägel und Zähne, außerdem Schädelknochen und die Muskeln im Kopfbereich
Krankheiten: Kopfschmerzen, Fieber oder auch Entzündungen und Rötungen
Berufe: Waffenschmied, Feuerwehr, Polizei, Maschinenbau, Metzger, Sportler, Boxer, Jäger, Chirurg, Privatdetektiv
Sportarten: Boxen, Kampfsport, Fechten, Schießen, Sprint
Speisen: scharfe, scharf gewürzte und rote Speisen, Fleisch, vor allem gegrilltes Fleisch, Tartar
Getränke: Whisky, Schnaps, Klarer
Farbe: hellrot, blutrot
Tierreich: Raubtiere, oft jagende Tiere, Raubvogel, Widder, Wolf, Jagdhund, Wespen
Pflanzen: Kakteen, Disteln, Zypresse, Akazie, Eisenhut, roter Mohn
Sprichwort: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Motto des Auftretens: Hoppla, hier komm ich!

Weitere Tierkreiszeichen