Astrologie, die Königin der Wissenschaften

von Anet­te Rapp

Die Astro­lo­gie, frü­her die Köni­gin der Wis­sen­schaf­ten genannt, ist wirk­lich eine Köni­gin. Sie und ihre Dar­stel­lung als Tier­kreis, als Horo­skop hat eine lang zurück­rei­chen­de Geschich­te, die ers­ten schrift­li­chen Über­lie­fe­run­gen sind aus dem 7 Jh vor Chris­tus bekannt.

Im Abend­land wur­de die Astro­lo­gie im Mit­tel­al­ter durch die Kir­che abge­lehnt, aber durch Karl den Gro­ßen ca. 800 nach Chris­tus wie­der­be­lebt. Im 14. Jh gab es sogar an vie­len Uni­ver­si­tä­ten Lehr­stüh­le für Astro­lo­gie, der Letz­te an einer deut­schen Uni ( Würz­burg ) wur­de im Jahr 1817 geschlos­sen.
Ihre Renais­sance erfuhr sie im spä­ten 19.Jh. und ab dem 20. Jh wur­den wie­der zahl­rei­che astro­lo­gi­sche Insti­tu­te gegrün­det, die Grund­la­gen­for­schung wei­ter­ent­wi­ckelt, die Pro­gno­se- und Deu­tungs­me­tho­den ver­fei­nert. Es fand auch ein Brü­cken­schlag zur Psy­cho­lo­gie und zu ande­ren Wis­sen­schaf­ten statt.

Ganz anders als im weit ver­brei­te­ten Glau­ben unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft ange­nom­men, kann sie mehr als Zucker­wür­fel oder Bou­le­vard­pres­se zie­ren.

Sie ist ein tief­grei­fen­des Instru­ment, das Leben in all sei­nen Erschei­nun­gen zu erken­nen, zu benen­nen und zu ver­ste­hen. Um sich einem Ver­ständ­nis der Astro­lo­gie und ihrer Hin­ter­grün­de annä­hern zu kön­nen, ist es not­wen­dig, sich mit dem „ana­lo­gen, dem senk­rech­ten Den­ken“ ver­traut zu machen. Das senk­rech­te Welt­bild bedeu­tet, dass auf allen Ebe­nen der Erschei­nungs­for­men die glei­chen Geset­ze herr­schen. Es ist kein kau­sa­les Den­ken, wie es in unse­rer Gesell­schaft üblich ist. Es ist kein „Wenn dann“, son­dern ein „wie oben so unten“. Und ganz wich­tig, ent­ge­gen der weit­läu­fi­gen Mei­nun­gen, beein­flus­sen uns die Pla­ne­ten nicht! Sie sind viel­mehr ( dank der Astro­no­mie )mess­ba­re Sym­bo­le. Sie sind wie ein Ther­mo­me­ter, das die Tem­pe­ra­tur misst, sie aber nicht selbst macht.

In der Astro­lo­gie begeg­nen uns die 12 Arche­ty­pen, die Urprin­zi­pi­en des Lebens aus denen unse­re Welt zusam­men­ge­setzt ist.

Die­se 12 Arche­ty­pen, die 12 Tier­kreis­zei­chen und ihre Zeit­qua­li­tät im Jah­res­ver­lauf wer­de ich in den kom­men­den 12 Mona­ten hier vor­stel­len. Es wird nur ein kur­zer Abriss wer­den, den­noch hof­fe ich, Ihnen die wun­der­ba­re Astro­lo­gie, für die mein Herz schon seit 30 Jah­ren schlägt, damit ein klein wenig näher brin­gen zu kön­nen. Vor­ab sei noch erklärt, dass wenn ich z.B. vom Wid­der spre­che, es nicht nur um Wid­der­ge­bo­re­ne geht. Wir alle haben im Horo­skop alle 12 Tier­kreis­zei­chen ver­tre­ten, in mehr oder weni­ger star­ker Aus­prä­gung. Es geht um die arche­ty­pi­sche Ener­gie, die sich auf allen Ebe­nen unse­res Seins aus­drückt. Einen gro­ßen Unter­schied macht es auch noch auf wel­cher Ebe­ne ich die Ener­gie erle­be. Ich kann sie bewußt leben oder unbe­wußt, aktiv oder pas­siv, als Täter oder als Opfer.

Ich wün­sche Ihnen viel Freu­de und Erkennt­nis beim Lesen der Tex­te
Ihre Anet­te Rapp


FISCHE / NEPTUN / 12. HAUS


Nun befin­den wir uns im letz­ten Zei­chen des Tier­krei­ses, die Ener­gie löst sich ins All-Eins-Sein auf, um dann mit dem Früh­ling und dem Wid­der zu einem Neu­an­fang auf­zu­bre­chen.

Im Zei­chen des Fisches wer­den wir mit unse­rer tie­fen Sehn­sucht nach dem All-Eins-Sein kon­fron­tiert, der Sehn­sucht nach Auf­lö­sung und Ver­schmel­zung mit der Ein­heit des Lebens, nach unse­rem gött­li­chen Wesen. Tief in uns erin­nern wir uns an die gött­li­che Ein­heit, aus der wir gekom­men sind und ver­su­chen sie in unse­rem all­täg­li­chen Leben wie­der­zu­fin­den.

In unse­rer west­li­chen Kul­tur kein leich­tes Unter­fan­gen, da dafür nicht wirk­lich Raum gege­ben wird.
Ein spi­ri­tu­ell aus­ge­rich­te­tes Leben ist für vie­le fremd, es wird von der Gesell­schaft nicht beson­ders unter­stützt, oft sogar als abge­ho­ben oder „eso­te­risch“ beschimpft.

Lei­der drückt sich dann die­se Ener­gie oft in unter­schwel­li­ger Angst aus. Wir haben unse­ren kos­mi­schen Halt und das Ver­trau­en in uns und unse­re gött­li­che Ein­heit ver­lo­ren.

Daher fin­den wir in der Fische­the­ma­tik auch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen, wie z.B. Drogen‑, Alkohol‑, Fern­seh- und Tablet­ten­ab­hän­gig­kei­ten, Rau­chen und alle ande­ren Süch­te… Die Sucht kommt von der Suche nach der tief in uns ver­an­ker­ten und erin­ner­ten Ein­heit, die sich schein­bar im Leben nicht mehr fin­den lässt.

Die uner­lös­te Fische­en­er­gie zeigt sich auch in Sym­pto­men wie Angst, Flucht, Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und Ver­wir­rung. Am liebs­ten möch­te man dann vor der manch­mal doch har­ten Rea­li­tät und der Ver­ant­wor­tung vor dem Leben davon­lau­fen.

Oft ver­steckt man sich auch hin­ter einer Mas­ke, aus Angst, so gese­hen zu wer­den, wie man ist. Das wah­re Selbst wird hin­ter der Mas­ke oder einem Schlei­er ver­bor­gen. Manch­mal lügen wir uns und ande­ren lie­ber etwas vor, als die Rea­li­tät zuzu­las­sen. Im Fische fin­den wir des­halb auch Begrif­fe wie Lüge, Illu­si­on, Traum…

Die­sen uner­lös­ten Anla­gen der Fische­en­er­gien, wie Ver­drän­gen, Ver­schlei­ern, Ver­de­cken, Ver­ste­cken steht die erlös­te Form gegen­über. Es geht dar­um, sich dem Ver­dräng­ten zu stel­len, sich sei­nen Ängs­ten bewusst zu stel­len und sich zu demas­kie­ren, sich sicht­bar zu machen, so wie man ist.
Alles Ver­dräng­te, alles was man ver­sucht unsicht­bar zu machen, kommt zu einem zurück, begeg­net uns dann meist in ver­zerr­ter Form im Leben wie­der.

Wenn wir uns dem Ver­dräng­ten stel­len, wenn wir uns trau­en, unse­re Ängs­te durch Bewusst­wer­dung und Erken­nen der Hin­ter­grün­de zu hei­len, begeg­nen wir den erlös­ten For­men der Fische­en­er­gie.

Wir fin­den ein all­um­fas­sen­des Ver­trau­en in uns und der Welt. Wir tau­chen ein in den gro­ßen Oze­an des Seins, als ein­zel­ner Was­ser­trop­fen und doch ALLES in uns tra­gend, auf­lö­send und uns den­noch fin­dend.

 

Hier nun noch ein paar Fische / Nep­tun Zuord­nun­gen:

Orga­ne: schwie­rig zuzu­ord­nen, Äther­kör­per
Krank­hei­ten: Infek­tio­nen (Seu­chen), Läh­mun­gen, Ver­gif­tun­gen
Beru­fe: Kran­ken­pfle­ger, Für­sor­ge­be­ru­fe, Psy­cho­the­ra­peut, Seel­sor­ger, Dro­gen­be­ra­ter, Film­bran­che, Fischer, Bade­meis­ter, Geträn­ke­indus­trie, Schiff­fahrt, Matro­se, Flo­rist, Apo­the­ker, Tabak­ver­käu­fer

Sport­ar­ten: Schwim­men, Tau­chen, Was­ser­gym­nas­tik
Spei­sen: Fisch­sup­pe, Schne­cken, vege­ta­ri­sche Küche, Sala­te, Gemü­se­sup­pe, asia­ti­sche Reis­ge­rich­te
Geträn­ke: Ver­mouth, Was­ser
Far­be: fluss­grün, algen­grün, rosa, hell-lila, sehn­süch­ti­ge Far­ben
Tier­reich: eher Fische, zer­brech­lich-zar­te Tie­re, Ein­zeller, Plank­ton, Qual­le, See­pferd­chen, Muschel, Weich­tie­re, Lur­che
Pflan­zen: vor­wie­gend Algen­ar­ten, in zar­ten Far­ben blü­hen­de, wenig wider­stand­fä­hi­ge
Pflan­zen, manch­mal mit betö­ren­dem bis betäu­ben­dem Duft, Trä­ger von
Hal­lu­zi­na­ti­ons­gif­ten

Sprich­wort: Stil­le Was­ser grün­den tief. Reden ist Sil­ber, Schwei­gen ist Gold
Mot­to des Auf­tre­tens: Ja, wo ist er denn?


WASSERMANN / URANUS / 11. HAUS

Nun ist schon wie­der der ers­te Monat des neu­en Jah­res um und wir sind im Febru­ar ange­kom­men, im Tier­kreis­zei­chen Was­ser­mann.

Was war­tet da auf uns?

Inter­es­san­ter­wei­se bau­en ja alle Zei­chen, denen wir auf unse­rer Rei­se durch den Tier­kreis begeg­nen, auf­ein­an­der auf… sie grei­fen das vor­he­ri­ge The­ma auf, ver­fei­nern, spe­zi­fi­zie­ren es, set­zen es ein.

Die Ener­gie im Was­ser­mann jedoch ist die Ein­zi­ge im Tier­kreis, die sich sozu­sa­gen gegen die Vor­he­ri­gen auf­lehnt. Vor­her hat­ten wir den Stein­bock, der hat uns Zie­le, Ver­ant­wor­tung, Dis­zi­plin, Struk­tu­ren und Geset­ze gebracht. Was­ser­mann sprengt nun die alten Mau­ern, bricht aus, sucht den Weg in die Frei­heit… und das alles im Sin­ne der Evo­lu­ti­on. Wir wer­den hier auf­ge­for­dert, das Bestehen­de zu über­prü­fen, ob es noch nütz­lich ist für unse­re Ent­wick­lung und es los­zu­las­sen, wenn es das nicht ist.

Manch­mal tun wir uns schwer damit und dann hilft das Leben nach, in Form von plötz­li­chen Umbrü­chen, Unfäl­len, Kno­chen­brü­chen etc.

Revo­lu­tio­nen gehö­ren zum Was­ser­mann­prin­zip, Uto­pien, Reform und auch Indi­vi­dua­li­tät.

Ohne das Was­ser­mann­prin­zip schwäm­men wir immer noch als Amö­ben im Was­ser, weil wir es doch immer getan haben …

Wir fin­den hier das The­ma der Frei­heit… in unse­rer Gesell­schaft aber lei­der oft miss­ver­stan­den als

„Frei­sein von“ (das hat oft mehr mit stein­bö­cki­gem Wider­stand zu tun). Die was­ser­män­ni­sche Bot­schaft liegt mehr im „Frei­sein für!!!“ Wenn wir uns inner­lich von unse­ren Glau­bens­sät­zen, Blo­cka­den, Mei­nun­gen etc. befreit haben, kön­nen wir wirk­lich frei sein in der Ent­schei­dung für etwas.

Wei­te­re Was­ser­mann­wor­te sind Freund­schaft, Charme und auch die Intel­li­genz. Auch Men­schen­freund­lich­keit und Gleich­be­rech­ti­gung gehö­ren hier hin. Der Herr­scher­pla­net Ura­nus wur­de zur Zeit der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on ent­deckt… Frei­heit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit.

Wo könnt Ihr in Eurem Leben die­se Antei­le noch bes­ser zum Aus­druck brin­gen?

Wo darf Neu­es sei­nen Weg gehen. Wo mal aus­bre­chen und ganz Neu­es wagen?

Wo ver­sucht Ihr frei zu sein von, statt frei zu sein für?

Wie sehen Eure Freund­schaf­ten aus? Gibt es da viel­leicht etwas „Aus­zu­mis­ten“, neu zu bele­ben oder ein­fach mal wie­der zu beach­ten? Mit einem lie­ben Gruß, einem über­ra­schen­den Besuch …

Wo sind viel­leicht alte Struk­tu­ren zu eng gewor­den und dür­fen jetzt gesprengt wer­den?

Im Was­ser­mann haben wir ener­ge­tisch die Chan­ce, mal aus dem soge­nann­ten Hams­ter­rad aus­zu­stei­gen.

Ganz typisch dafür ist die Faschings­zeit… Mal raus aus ein­ge­fah­re­nen Rol­len und Tret­müh­len, rein in ein Kos­tüm und idea­ler­wei­se mal ganz in der neu­en Rol­le auf­ge­hen… Pro­biert es mal aus… ein­fach mal was Ver­rück­tes tun.

Es tut so gut, die alten Mau­ern zu spren­gen und Neu­es durch zulas­sen. So viel nicht genutz­tes Poten­ti­al liegt in uns brach und war­tet nur dar­auf, end­lich mal ans Tages­licht zu gelan­gen und sich sei­nen Weg zu bah­nen…

Pro­biert Euch aus, dehnt Eure Gren­zen und lasst Euch von einem grö­ße­ren Geist inspi­rie­ren.

Hier nun noch ein paar Was­ser­mann / Ura­nus Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Zen­tral­ner­ven­sys­tem, Waden
Krank­hei­ten: Brü­che, Unfäl­le, Spas­men, Koli­ken, Ner­ven­lei­den
Beru­fe: Pilot, Ste­war­dess, Erfin­der, Kari­ka­tu­rist, Astro­lo­ge, Neu­ro­lo­ge, Psych­ia­ter, Orni­tho­lo­ge, Infor­ma­ti­ker, Spe­ziel­ef­fek­te­ma­cher bei Film und Zir­kus
Sport­ar­ten: Bad­min­ton, Feder­ball, Dra­chen­flie­gen, Fall­schirm­sprin­gen, Ski­sprin­gen, Stab­hoch­sprin­gen, exzen­tri­sche Sport­ar­ten
Spei­sen: Crepes, Zucker­wat­te, künst­lich Gefärb­tes, viel Gemü­se ohne Wur­zeln
Geträn­ke: freund­schaft­lich, sprit­zig, Ski­was­ser, Sekt
Far­be: eis­blau, eis­grün­blau, metal­li­sche Far­ben, schrill
Tier­reich: vor allem Vögel, Kän­gu­ru, Zebra, Giraf­fe, Schmet­ter­ling, Libel­le
Pflan­zen: Pflan­zen mit Luft­wur­zeln, bizar­re Pflan­zen­ar­ten
Sprich­wort: Wer im Glas­haus sitzt soll nicht mit Stei­nen wer­fen.
Mot­to des Auf­tre­tens: Lie­ber leben­dig als nor­mal


STEINBOCK / SATURN / 10. HAUS

Kurz vor Weih­nach­ten, am 21. Dezem­ber ist Tag ‑und Nacht­glei­che und die Son­ne wech­selt in das Zei­chen Stein­bock.

Es ist das ers­te Zei­chen des Win­ters. Die Lebens­the­men, die im Zei­chen Stein­bock zu ent­wi­ckeln sind, kön­nen wir auch von der Natur ablei­ten. Das äus­se­re Wachs­tum wur­de ein­ge­stellt, nun geht es um die Redu­zie­rung auf das Wesent­li­che. Es scheint erst ein­mal alles still­zu­ste­hen.

Nach der quir­li­gen Fül­le im Schüt­zen fällt uns das manch­mal schwer… Inne­hal­ten, Innen­schau, Stil­le. Dabei ist es ein wesent­li­cher Bau­stein unse­res Lebens. Bestands­auf­nah­me, Resu­mee zie­hen und schau­en, was über­al­tet ist und los­ge­las­sen wer­den kann, was noch dien­lich ist und wie dies noch wei­ter aus­ge­baut wer­den kann. Dies bedeu­tet auch, die dar­aus ent­ste­hen­de Klar­heit zu nut­zen, um uns nun auf neue Zie­le zu kon­zen­trie­ren.

Wir dür­fen unse­re Fähig­kei­ten, wie Geduld und Aus­dau­er erwei­tern, um unse­re Zie­le zu errei­chen. Das kann auch mal län­ger dau­ern, der Stein­bock hat es nicht eilig. Ihm geht es um eine rei­fe bewuß­te Ent­wick­lung. Und das dau­ert eben manch­mal. Hier fin­den wir also auch das The­ma Zeit und somit auch die Ver­gäng­lich­keit des Materiellen/ unse­res Kör­pers.

Nach der Fül­le des Schüt­zen wäh­len wir aus der Viel­falt einen Teil­be­reich aus, um in mit Dis­zi­plin und Ent­schie­den­heit zu ver­fol­gen, um dar­in Meis­ter­schaft zu erlan­gen. Wir bau­en sozu­sa­gen das Fun­da­ment, um dar­auf etwas grö­ße­res, bestän­di­ges zu erbau­en. Nach dem Schüt­ze wirkt das erst ein­mal lang­wei­lig, aus­brem­send und stößt des­we­gen oft auf Wider­stand.

Auch das ist ein typi­sches Stein­bock­wort, der Wider­stand. Wenn wir uns des Geset­zen des Lebens (auch die gehö­ren zum Stein­bock) wider­set­zen, blo­ckie­ren wir den natür­li­chen Rhyth­mus und so etwas kos­tet immer Ener­gie, macht müde, schlapp, schlimms­ten­falls sogar depres­siv.

Hilf­reich ist es die­se Zeit des Rück­zugs, viel­leicht auch mal der Ein­sam­keit, bewußt zur Innen­schau und Ein­kehr zu nut­zen, sich selbst bewuß­ter und all­ge­mein kla­rer zu wer­den und sie als einen wich­ti­gen Teil im Lebens­zy­klus zu begrei­fen.

Saturn wird somit zu unse­rem inne­ren Füh­rer und Meis­ter, auch wenn er oft karg, tro­cken und streng dar­ge­stellt wird. Er ist ein Leh­rer und wir kön­nen immer wie­der ent­schei­den, ob wir im Leben wei­ter ler­nen und uns ent­wi­ckeln wol­len, rei­fen wol­len oder ob wir im fast puber­tä­ren Zustand des Wider­stan­des ste­cken­blei­ben wol­len. Hier gilt es auch, die Ver­ant­wor­tung für unser Leben zu über­neh­men, reif und erwach­sen zu wer­den.

Im Horo­skop fin­den wir im, dem Stein­bock zuge­ord­ne­ten, 10ten Haus die Beru­fung. Der inne­re Ruf wird bei allen Men­schen frü­her oder spä­ter ver­nehm­bar. War­um bin ich hier? Was ist mei­ne Auf­ga­be? Der Sinn mei­nes Lebens? Was kann ich der Gemein­schaft durch mei­ne Fähig­kei­ten zur Ver­fü­gung stel­len? Was ist mein Plan?

Ein erfüll­tes Leben fin­den wir mei­nes Erach­tens nicht im Schüt­zen, auch wenn uns da alle Mög­lich­kei­ten offen ste­hen, son­dern in der Erfül­lung unse­res „inne­ren Ver­tra­ges“, den wir mit dem Leben geschlos­sen haben.

Hier nun noch ein paar Stein­bock / Saturn Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Kno­chen, Ske­lett, Haut, Seh­nen und Bän­der, Zäh­ne, Haa­re, Milz
Krank­hei­ten: Stein­lei­den (Nieren‑, Blasen‑, Gal­len­stei­ne), Skle­ro­sen, Schrump­fungs­pro­zess, Ver­schluss­krank­hei­ten (Darm‑, Magen­ver­schluss, Throm­bo­se), Man­gel­krank­hei­ten (Vit­ami­ne, Mine­ra­li­en, Eiweiss), Haar­aus­fall, all­gem. chro­ni­sche Krank­hei­ten
Beru­fe: Beam­te, Rechts­pfle­ge, Natur­wis­sen­schaft­ler, Mathe­ma­ti­ker, Archi­tekt, Bild­hau­er, Schorn­stein­fe­ger, Leh­rer, Poli­ti­ker, Ver­wal­ter, Wäch­ter
Sport­ar­ten: Mara­thon­lauf, Lang­stre­cken­lauf, Ski­lang­lauf, Berg­stei­gen, Hoch­sprung, Dres­sur­rei­ten
Spei­sen: Tafel­spitz, Sup­pen­fleisch, Brat­würs­tel, Speck, Lin­sen­ge­richt, Schwarz­brot, spar­sam, streng, klar schme­ckend
Geträn­ke: Honig­wein, Frucht­li­kör, süß und beschwingt
Far­be: schwarz, dun­kel­blau, dun­kel­grün, anthra­zit, all­ge­mein dunk­le Far­ben
Tier­reich: Ein­zel­gän­ger, genüg­sam, Arbeits­tie­re, Berg­tie­re, Stein­bock, Zie­ge, Muli, Esel, Schä­fer­hund
Pflan­zen: Far­ne, Efeu, nicht blü­hend. Lang­sam wach­send, wider­stands­fä­hi­ge oft schat­tig leben­de Arten, Gebirgs­pflan­zen
Sprich­wort: Gut Ding will Wei­le haben. Kommt Zeit, kommt Rat. Ste­ter Trop­fen höhlt den Stein.
Mot­to des Auf­tre­tens: Erst die Arbeit, dann das Spiel


SCHÜTZE / JUPITER / 9. HAUS

Nun steht schon der Dezem­ber vor der Tür, die Tage wer­den kür­zer und kür­zer, das Jahr neigt sich sei­nem Ende zu und wir sind nach den oft sehr trist emp­fun­de­nen neb­li­gen Skor­pi­on-Novem­ber­ta­gen in der viel licht­vol­le­ren Schüt­ze-Zeit ange­kom­men.

Mit dem Anzün­den der ers­ten Advents­ker­ze hat die Advents­zeit begon­nen und schenkt uns die Mög­lich­keit der geis­ti­gen Innen­schau.

Der Schüt­ze ist das letz­te Herbst­zei­chen vor der Win­ter­son­nen­wen­de ist, wel­che ja der dun­kels­te Punkt des Jah­res ist. Die Ener­gie, die der Schüt­ze mit­bringt, for­dert uns auf, das Licht in uns und etwas Höhe­rem zu fin­den und uns wie­der damit rück zu ver­bin­den (Reli­gio).

Es ist eine gute Zeit, sich den eige­nen Glau­ben näher anzu­schau­en und es kön­nen neue geis­ti­ge Impul­se, die dem Leben einen Sinn geben, gesetzt wer­den.

Es gilt, nach Höhe­rem zu stre­ben und sich auf sei­ne inne­re Weis­heit zu ver­las­sen, bezie­hungs­wei­se sie zu ent­wi­ckeln. Neue Visio­nen kön­nen erschaf­fen wer­den, mit der Kraft des Glau­bens im Gepäck, wel­che dann mit Beginn der Stein­bock­zeit kon­kret in die Tat umge­setzt wer­den kön­nen.

In die­ser Zeit kön­nen wir uns zu neu­en Hori­zon­ten wagen und alte Gren­zen hin­ter uns las­sen. Das geis­ti­ge Feu­er ver­leiht uns Men­schen Weis­heit oder zumin­dest die Mög­lich­keit nach Weis­heit, nach dem Gött­li­chen zu stre­ben.

Dun­kel­heit und Licht sind wesent­li­che Merk­ma­le der Schüt­ze-Zeit. Die Dun­kel­heit, weil die Tage bestän­dig kür­zer wer­den. Das Licht, weil dem Schüt­ze der Opti­mis­mus zuge­ord­net wird. Schon ein win­zi­ger Licht­strei­fen am Hori­zont reicht aus, um sei­ne posi­ti­ven Gedan­ken auf­blü­hen zu las­sen.

Im Schüt­ze regiert der Pla­net Jupi­ter und ver­spricht uns wie­der Licht am Ende des Tun­nels.

Er steht für Sinn­su­che und Sinn­fin­dung im Leben. Auch Glück und Erfül­lung wer­den ihm zuge­ord­net. Des Wei­te­ren fin­den wir hier auch Begrif­fe wie Ver­trau­en, Zuver­sicht, Opti­mis­mus, Lebens­be­ja­hung, Gerech­tig­keit, Tole­ranz, Groß­zü­gig­keit. Wich­tig ist ihm das eige­ne Wachs­tum und die per­sön­li­che Sinn­fin­dung.

Auf der weni­ger bewuß­ten Ebe­ne fin­den wir dort das „Gut­sein“, alle Arten von unge­sun­den Über­trei­bun­gen, von Maß­lo­sig­keit. Auf der kör­per­li­chen Ebe­ne kann sich das durch Hüft­pro­ble­me (gro­ße Schrit­te machen), über­mä­ßi­ge Lei­bes­fül­le oder Leber­pro­ble­me aus­drü­cken.

Und … zu guter Letzt ist es inter­es­sant, zu erken­nen, dass in der Vor­weih­nachts­zeit zwar oft das Wort Besinn­lich­keit fällt, es aber in der Schüt­ze-Zeit meist weder ruhig noch beschau­lich zugeht!

Die­se Qua­li­tä­ten in der Vor­weih­nachts­zeit zu suchen, ist somit ein weit­ver­brei­te­ter Irr­tum.

Die Stil­le kehrt erst mit Stein­bock ein.

Schüt­ze steht für Bewe­gung und Akti­vi­tät. Und vor­al­lem für Sinn­fin­dung – viel­leicht bewei­sen wir ja durch die Akti­vi­tä­ten, dass wir bereit sind, uns gegen zuneh­men­de Dun­kel­heit und Käl­te zu weh­ren. Und zei­gen, dass wir leben­dig sind und an das Licht glau­ben. Inner­lich brennt ein Feu­er und es

drängt uns die­se Lei­den­schaft zu leben.

Hier nun noch ein paar Schüt­ze / Jupi­ter Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Leber, glat­te Mus­ku­la­tur
Krank­hei­ten: Wuche­run­gen, gut­ar­ti­ge Tumo­re, Schwel­lun­gen, Über­ge­wicht, Fett­ge­webs­er­kran­kun­gen
Beru­fe: lei­ten­de, stra­te­gi­sche Beru­fe, orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben, Mana­ger, Jurist, Wer­be­bran­che, Rei­se­bü­ro, Poli­ti­ker, Pries­ter, Mis­sio­nar, Hote­lier
Sport­ar­ten: Weit­sprung, Speer­wurf, Bogen­schies­sen, Rei­ten ( Aus­nah­me Dres­sur), Golf
Spei­sen: sah­ne­rei­che Spei­sen, Nach­spei­sen, Göt­ter­spei­se, Teig­wa­ren, viel Süßes
Geträn­ke: Honig­wein, Frucht­li­kör, süß und beschwingt
Far­be: kar­di­nals­rot, königs­blau, tie­fes Gelb
Tier­reich: gut­mü­ti­ge, eher wuch­ti­ge Tie­re, Pfer­de, Bern­har­di­ner, Schwein, Ele­fant, Eule, Uhu
Pflan­zen: vor­wie­gend Bäu­me (groß­blü­tig, fruch­tig)
Sprich­wort: Alle guten Din­ge sind drei. Wer angibt, hat mehr vom Leben. Jeder ist sei­nes Glü­ckes Schmied.
Mot­to des Auf­tre­tens: Lachen ist die bes­te Medi­zin


SKORPION / PLUTO / 8. HAUS
Novem­ber, das Jahr neigt sich zu Ende, die „dunk­le Jah­res­zeit“ hat begon­nen…. Wir sind im Tier­kreis­zei­chen des Skor­pi­ons ange­kom­men. Der Herbst ist auf sei­nem Höhe­punkt, die Blät­ter ver­fär­ben sich und tan­zen im Wind… ein far­ben­fro­hes Leuch­ten, aber auch Herbst­ne­bel, die sich ihren Raum neh­men. Die Natur zieht sich in ihre Essenz zurück, das Leben weicht zurück ins Erd­in­ne­re.

Nun kön­nen wir uns, der Natur fol­gend, in die war­me Höh­le und die Gebor­gen­heit unse­res Hei­mes zurück­zie­hen, eine Ker­ze anzün­den und die Auf­merk­sam­keit mehr und mehr vom Aus­sen in unser Inne­res rich­ten.
Das Alte zie­hen las­sen, uns Raum für Neu­es machen, was dann im nächs­ten Zyklus ent­ste­hen und wach­sen darf….
Das Skor­pion­prin­zip in uns führt uns in den Bereich der See­le, der sehr viel mit Wand­lung, Trans­for­ma­ti­on zu tun hat. Dort fin­den wir z.B. das bekann­te „Stirb und Wer­de“.

In der Natur beob­ach­ten wir die­ses unaus­weich­li­che Ver­ge­hen über­all. Mut­ter Natur voll­zieht die Wand­lung zuver­läs­sig, unab­hän­gig davon, ob wir Lust auf Herbst, Win­ter, Dun­kel­heit und Käl­te haben.
Sie zeigt uns auch das in der Natur ange­leg­te „Los­las­sen“, mit dem wir uns doch so oft so schwer tun.
Durch den Rück­zug der Säf­te aus den Spit­zen in die Wur­zeln des Bau­mes, bekom­men die Blät­ter kei­ne Lebens­en­er­gie mehr, sie ster­ben ab. Die Bäu­me weh­ren sich aber nicht dage­gen, sie las­sen los, las­sen gesche­hen … weil sie „wis­sen“ und von Natur aus ver­trau­en, dass nur so ein neu­er Zyklus ent­ste­hen kann. Wür­den sie die Blät­ter fest­hal­ten, wür­den sie im Win­ter erfrie­ren.

Wenn wir im vor­he­ri­gen Was­ser­zei­chen ( dem Zei­chen Krebs) die Annah­me und das Ver­trau­en in uns wach­sen las­sen konn­ten, wer­den wir die Trans­for­ma­ti­on, das Stirb und Wer­de im Skor­pi­on nicht bedroh­lich erleben…wir kön­nen uns ver­trau­ens­voll der Wand­lung hin­ge­ben. Ohne Ver­trau­en und Annah­me ver­su­chen wir die Din­ge zu kon­trol­lie­ren, fest­zu­hal­ten, kön­nen uns nicht hin­ge­ben, was dann oft mit gro­ßem Schmerz und Dra­ma ver­bun­den ist.

Letz­te­res erle­ben wir dann auch oft in Part­ner­schaf­ten. Das The­ma Part­ner­schaft ist dem Skor­pion­prin­zip zugeordnet…hier geht es ganz viel um die Annah­me und das Ver­trau­en aus dem Krebs und die Hin­ga­be aus der Waa­ge. In der Part­ner­schaft stirbt das Ego, es ver­wan­delt sich in etwas Über­ge­ord­ne­tes … wenn es bereit ist zu „ster­ben“.
Im Skor­pion­prin­zip fin­det sich auch der Orgas­mus, bekannt als der klei­ne „Tod“. Auch dafür ist das Ver­trau­en und die Hin­ga­be eine Vor­aus­set­zung.

Die Ver­gäng­lich­keit des (kör­per­li­chen) Seins wird uns bewußt.
„Was bleibt“, fragt sich man­cher, „von der Son­ne, der schö­nen hel­len Zeit, vom Leben all­ge­mein… ?“
Es heisst Abschied zu neh­men.

Und damit kom­men auch gro­ße Fra­gen auf …
Wohin gehe ich?
Woher kom­me ich?
Wohin geht all das Leben da draus­sen?
Was ist wirk­lich wich­tig?

Der Skor­pi­on als Tier als Sym­bol für die­se Zeit­qua­li­tät hat einen tod­brin­gen­der Sta­chel am Schwanz…deshalb ist er so gefürch­tet…
Es ist die Angst vor dem Tod, vor unse­rer Ver­gäng­lich­keit, die die Begeg­nung mit dem Skor­pi­on so beson­ders macht.
Gera­de auch in unse­rer heu­ti­gen Zeit und unse­rer soge­nann­ten „Spaß­ge­sell­schaft“, in der Spaß und Leben so groß geschrie­ben wird, wird das The­ma Tod oft tabui­siert und ver­drängt. Durch Ver­drän­gen kön­nen wir die­ses wich­ti­ge Lebens­the­ma jedoch nicht inte­grie­ren … es schwelt im Ver­bor­ge­nen vor sich hin und wir alle ahnen, wenn auch unbe­wußt, irgend­wann wird es wie ein Vul­kan an die Ober­flä­che geschleu­dert ( das sind dann oft die Dra­men, die im Leben gesche­hen, denen wir uns dann recht ohmäch­tig aus­ge­lie­fert füh­len ). Im Skor­pi­on fin­den wir auch das The­ma Macht und Ohn­macht.

Das Skor­pion­prin­zip führt uns in das Reich unse­rer Urängs­te, zeigt uns dort aber auch die Chan­ce zur Befrei­ung davon…
Hier fin­den wir das Pro­blem UND die Lösung/Heilung.

Wie geht es Euch mit dem The­ma des Stirb und Wer­de, dem The­ma Tod und Ver­gäng­lich­keit? Habt Ihr da eher einen bewuß­ten, ent­spann­ten Umgang mit oder ist es etwas was unbe­wußt in Euren Tie­fen schlum­mert und immer mal wie­der „Alarm­si­gna­le“ an die Ober­flä­che sen­det?

Hier nun noch ein paar Skor­pi­on / Plu­to Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Harn­bla­se, Mast­darm, End­darm, Pro­sta­ta, Nase, After, Geschlechts­or­ga­ne
Krank­hei­ten: Auto­ag­gres­si­ons­krank­hei­ten ( All­er­gien ), töd­li­che Krank­hei­ten ( Krebs ), Ver­wach­sun­gen ( Buckel ), Blut­hoch­druck
Beru­fe: KFZ-Mecha­ni­ker, Che­mi­ker, Dro­gist, Phar­ma­zeut, Uro­lo­ge, Gynä­ko­lo­ge, Psy­cho­lo­ge, Heil­prak­ti­ker, Not­arzt, Spi­on, Rönt­gen­arzt, Lei­chen­wä­scher, Toten­grä­ber, Gefäng­nis­wär­ter, Schläch­ter
Sport­ar­ten: Eis­ho­ckey, Rug­by, Kampf­sport, Mara­thon, Iron­man
Spei­sen: Cur­ry­wurst, „Mc Donalds“, makro­bio­ti­sche Ernäh­rung, japa­ni­sche Küche, rohe Fische, Schlan­ge, Affen­hirn
Geträn­ke: Extre­mes, Heil­was­ser, Aqua­vit, Per­nod, Fer­net
Far­be: gra­nat­rot, gift­grün, schwarz
Tier­reich: eher Raub­tie­re, Ech­sen, Rep­ti­li­en, Aas­fres­ser, Amphi­bi­en ( Kro­ko­dil ), Spin­ne, Skor­pi­on
Pflan­zen: Moo­se, Schma­rot­zer­pflan­zen, gif­ti­ge, ver­lo­ckend blü­hen­de Pflan­zen, auch stin­kend
Sprich­wort: Wer ande­ren eine Gru­be gräbt…, Ein Unglück kommt sel­ten­al­lei­ne.
Eier­sucht ist eine Lei­den­schaft, die mit Eifer sucht, was Lei­den schafft
Mot­to des Auf­tre­tens: Rache ist süß


WAAGE / VENUS / 7. HAUS

Mit der Herbst-Tag-und-Nacht­glei­che am 23. Sep­tem­ber sind wir im Tier­kreis­zei­chen der Waa­ge ange­kom­men. Wir haben uns im Jung­f­rau­prin­zip in Demut bereit gemacht, um nun in der Waa­ge dem Du und der Welt zu begeg­nen und uns dem hin­zu­ge­ben.
Hin­ga­be bedeu­tet nicht ein­fach nur Selbst­auf­ga­be, son­dern viel­mehr, uns ganz mit unse­ren Fähig­kei­ten und Anla­gen im Du, in der Welt ein­zu­brin­gen; unse­re Anla­gen wei­ter zu ent­wi­ckeln und die­se im Kon­takt mit der Welt gespie­gelt zu bekom­men.
Es geht um ein wert­frei­es Erken­nen und Anneh­men des­sen, was uns dort begeg­nen. Es ist unse­re Spie­gel.
Sind wir bereit, dem Du, dem Spie­gel und somit uns selbst zu begeg­nen? Oder las­sen wir uns nur ober­fläch­lich auf Kon­takt ein und neh­men nicht all­zu ernst, was uns dort begeg­net? Viel­leicht auch, weil uns nicht gefällt, was wir dort gespie­gelt bekom­me?

Im Waa­ge­prin­zip fin­den wir auch den Wunsch nach Frie­den, Har­mo­nie und Aus­gleich … die Waa­ge sucht nach Balan­ce. Aus­glei­chen kann man aber nur, wenn bei­de Waag­scha­len gleich stark gefüllt wer­den. Es geht dar­um, bei­de Sei­ten zu akzep­tie­ren, sich nicht nur auf eine Sei­te zu schla­gen… Annah­me auch der kon­trä­ren Sei­ten in uns – wert­frei die Tag- und Nacht­sei­te (das Plus und Minus, das Für und Wider) zu erken­nen und anzu­neh­men.
Auf der spi­ri­tu­el­len Ebe­ne ist die waa­ge­haf­te Hin­ga­be ein Tor in eine ande­re Seins-Dimen­si­on, ein Zustand, der uns erken­nen lässt, dass es noch etwas Grö­ße­res, etwas jen­seits von unse­rem gewohn­ten Leben im Kör­per und Ver­stand geben muss.

Ihr alle habt sicher­lich schon das ein oder ande­re Mal erlebt, dass Ihr Euch einem Men­schen, einer Sache oder einem bestimm­ten Ereig­nis, einer Arbeit voll­kom­men hin­ge­ge­ben habt – ein schö­ner Son­nen­un­ter­gang, das Malen eines Bil­des, das Sin­gen eines Lie­des. Und plötz­lich taucht Ihr wie­der auf und wer­det Euch wie­der bewusst, wo Ihr seid und fühlt, wie schön es dort war und fühlt einen inne­ren Frie­den.
Wir müs­sen aber ein Selbst ent­wi­ckelt haben, es dann über­wun­den haben, um dort hin­kom­men zu kön­nen.

Des­we­gen ist es auch so wich­tig, erst die eige­nen Anla­gen ent­wi­ckelt zu haben… so z.B. vor allem die der Waa­ge gegen­über­lie­gen­de Wid­der­qua­li­tät.
Wenn wir dort nicht gelernt haben“ Ich will“ zu sagen und uns durch­zu­set­zen gelernt haben, kön­nen wir uns in der Waa­ge nicht hin­ge­ben, weil es da dann gar nichts gibt, was sich hin­ge­ben kann.
Ein sehr span­nen­der Aspekt. Da fin­den wir dann die eher nega­ti­ven Aus­drucks­for­men der Waa­ge, wie z.B. den fau­len Kom­pro­miss und Mei­nungs­lo­sig­keit, Schön­re­den.

Und auch das „Gewoll­t­wer­den“, statt das Wol­len in einer Part­ner­schaft.
Vie­le Part­ner­schaf­ten basie­ren genau auf die­sem Zustand der nicht aus­ge­bil­de­ten Anla­gen und Fähig­kei­ten, sodass das Lie­ben und Hin­ge­ben sich dann als Geliebt­wer­den­wol­len zeigt, ein sich gar nicht ein­las­sen kön­nen auf das Du, weil das Ich nicht genug aus­ge­bil­det ist und daher nichts da ist, was sich hin­ge­ben kann und über­wun­den wer­den kann.
Eine sehr berühm­te Waa­ge-Per­sön­lich­keit ist Mahat­ma Gan­dhi. Es gibt ein bekann­tes Zitat von ihm: „Sei Du die Ver­än­de­rung, die Du in der Welt sehen möch­test.“
In die­sem Sin­ne wün­sche ich Euch eine inspi­rie­ren­de Waa­ge­zeit… Zeit in den Spie­gel zu schau­en und zu reflek­tie­ren, was ihr da seht … Euch dem Fluss des Lebens anzu­ver­trau­en und hin­zu­ge­ben und dar­in Eurer Gött­lich­keit wie­der ein Stück näher zu kom­men.

Hier nun noch ein paar Waa­ge / Venus Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Nie­re, Harn­lei­ter, Bauch­spei­chel­drü­se
Krank­hei­ten: Gleich­ge­wichts­stö­run­gen, Nie­ren­krank­hei­ten
Beru­fe: Rich­ter, Anwalt, Mode­bran­che, Kos­me­tik­bran­che, Kunst­ge­wer­be, Ehe­be­ra­ter, Fri­seur
Sport­ar­ten: Eis­kunst­lauf (Kür), Tanz­sport, Bal­lett, Gym­nas­tik
Spei­sen: Süßig­kei­ten, Nach­spei­sen, franz. Küche, Gour­met
Geträn­ke: Cock­tail­mix, Cham­pa­gner
Far­be: hell­blau, blau­grau, tau­ben­blau, blau­grau
Tier­reich: Zier­tie­re, Lipiz­za­ner, Pfau, Pudel, Fla­min­go, Reh
Pflan­zen: gezüch­te­te Zier­pflan­zen, betö­rend duf­tend, zart­blü­tig, pas­tell­far­ben
Sprich­wort: Wer die Wahl hat, hat die Qual
Mot­to des Auf­tre­tens: Küss die Hand, gnä Frau


JUNGFRAU/ MERKUR / 6. HAUS

Der Hoch­som­mer und auch die Som­mer­fe­ri­en nei­gen sich lang­sam dem Ende zu und die
Tag und Nacht­glei­che rückt immer näher. Und wir sind im Zei­chen der Jung­frau ange­kom­men.
Wie war der Som­mer und die­ses bis­he­ri­ge Jahr für Euch? Wel­che Ern­te könnt Ihr nun in die­ser Zeit­qua­li­tät der Jung­frau ein­fah­ren? Und was bedarf noch der Kor­rek­tur / der Hei­lung?

Nach dem Erken­nen und Spie­len mit unse­rem Löwe-Selbst — dem Erfah­ren von Selbst­be­wusst­sein — gilt es nun in der Jung­frau (unter ande­rem) demü­tig zurück zu tre­ten.
Gäbe es in uns das Jung­frau-Prin­zip nicht, wür­den wir selbst­ver­liebt vorm Spie­gel ver­wei­len und uns in unse­rem Stolz und gege­be­nen­falls in unse­ren Egos „son­nen“.
Das Jung­f­rau­prin­zip for­dert uns auf, aus dem feu­ri­gen Löwe-Machen aus­zu­stei­gen, uns dem Fluss des Lebens, dem Sein anzu­pas­sen. Und uns bereit zu machen für den Kon­takt mit der Welt, dem Du, dem Gött­li­chen. Im nächs­ten Prin­zip der Waa­ge war­tet dann die Hin­ga­be, für die wir im der Jung­frau die nöti­ge Vor­ar­beit leis­ten müs­sen.
Es geht um ein sich der Welt zur Ver­fü­gung stel­len, ein Die­nen. Auch das The­ma Arbeit fin­den wir hier.
Bei all die­sen Wor­ten, wie Demut, Arbeit, Die­nen, Anpas­sen denkt man schnell an ange­pass­tes, ernied­ri­gen­des, demü­ti­gen­des Han­deln. All das ist damit nicht gemeint.

Es ist viel­mehr eine inne­re Hal­tung – ein Stück zur Sei­te tre­ten, sei­nen Platz in dem Wel­ten­ge­sche­hen erken­nen und ein­neh­men und dort dann genau mit dem die­nen, wozu man geschaf­fen wur­de.
In der Jung­frau kommt der Aus­druck der im Stier ange­leg­ten Fähig­kei­ten und Talen­te und der Aus­druck des im Krebs gewon­ne­nen Gefühls zusammen…dieser Aus­druck soll­te unse­re Arbeit sein.
Lei­der erle­ben wir die­se Arbeit in der heu­ti­gen Gesell­schaft all­zu oft als etwas Läs­ti­ges, etwas, das nicht wirk­lich unse­rem tie­fe­ren Sein ent­spricht, etwas, das wir tun, nur um Geld zu ver­die­nen.
Dar­aus resul­tiert dann auch die in der Jung­frau vor­zu­fin­den­de Krank­heit (und wich­tig, dort ist auch die Hei­lung!).
Kommt es nicht zu einem adäqua­ten har­mo­ni­schen Aus­druck unse­rer Fähig­kei­ten und unse­rer Gefüh­le, wer­den wir krank – ein Zei­chen der Dys­ba­lan­ce.

In der Jung­frau fin­den wir hier­zu pas­send auch den Aus­druck unse­rer Gefüh­le, hier vor allem der non-ver­ba­le (im Zwil­ling fin­den wir den ver­ba­le Aus­druck).
Auf der kör­per­li­chen Ebe­ne kön­nen wir das The­ma Anpas­sung bes­ser ver­ste­hen ler­nen, wenn wir uns die dem Jung­frau-Prin­zip zuge­ord­ne­te Adap­t­ati­ons­fä­hig­keit z.B. der Augen anschau­en. Die Reak­ti­on der Pupil­len auf Hell und Dun­kel) Es ist ein auto­ma­ti­sches sich den gege­be­nen Umstän­den Anpas­sen – es hat nichts mit Unter­ord­nung zu tun, son­dern ein mit dem Din­gen, mit dem Sein gehen und dann opti­mal wir­ken kön­nen.
Da ich selbst über eine star­ke Jung­frau-Beto­nung ver­fü­ge, könn­te ich jetzt ins aus­ufern­de Schwel­gen ver­fal­len…
Das Zei­chen hat natür­lich, wie alle ande­ren auch, sei­ne schö­nen und sei­ne etwas anstren­gen­de­ren Sei­ten.
Die­se in eine Aus­ge­wo­gen­heit zu brin­gen und dann mit dem Ergeb­nis der Welt zu die­nen, emp­fin­de ich als eine gro­ße Freu­de und ein gro­ßes Geschenk.
Und etwas, das in unse­rer Welt durch die vie­len Men­schen, die die­sem Prin­zip eben­falls fol­gen, auch als Hei­lung auf vie­len Ebe­nen sicht­bar wird.
Bei die­sen Wor­ten füh­le ich eine gro­ße Dank­bar­keit.

Hier nun noch ein paar Jung­frau / Mer­kur Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Dünn­darm, Zwerch­fell, Bauch­spei­chel­drü­se, Dick­darm
Krank­hei­ten: Stö­rung der Auf­nah­me und Ver­ar­bei­tung, Darm­pro­ble­me, All­er­gien
Beru­fe: päd­ago­gi­sche Beru­fe, Leh­rer, Pro­fes­sor, Spe­zia­lis­ten, Steu­er­prü­fer, Wirt­schafts­prü­fer, Finanz­be­am­ter, Ver­si­che­rungs­kauf­mann, Buch­hal­ter, Kri­ti­ker, Buch­hal­ter, Arzt, Zahn­arzt, Gärt­ner, But­ler
Sport­ar­ten: Ski­lang­lauf, Eis­kunst­lauf (Pflicht), Dres­sur­rei­ten, gesun­de Sport­ar­ten, Yoga, Ver­nunfts­sport
Spei­sen: Smö­re­bröd, kal­te Plat­ten mit Käse, viel Gemü­se und Salat, gesun­de Küche, Müs­li
Geträn­ke: Kräu­ter­tee, Magen­bit­ter
Far­be: weiß, sand­far­ben, hell­braun, beige, grau, lind­grün
Tier­reich: Haus­tie­re, Nutz­tie­re, arbeit­sam, geleh­rig; z.B. Amei­se, Käfer, Haf­lin­ger, Schlit­ten­hund …
Pflan­zen: nicht blü­hen­de Grün­pflan­zen, lang­sa­mes Wachs­tum
Sprich­wort: Vor­sicht ist die Mut­ter der Por­zel­lan­kis­te
Mot­to des Auf­tre­tens: Erst Gur­ten dann Star­ten!


KREBS / MOND / 4. HAUS
Im Zei­chen Krebs gelan­gen wir zu unse­rer Quel­le, unse­rem Ursprung, unse­rer inne­ren und äuße­ren Hei­mat. Es ist der Ort in und um uns, an dem wir uns gebor­gen füh­len, wo wir ver­wur­zelt sind, Kraft tan­ken und rege­ne­rie­ren.
Hier kom­men wir mit unse­rer wei­chen weib­li­chen Sei­te in Berüh­rung. Die Welt der Gefüh­le nimmt hier ihren Anfang. Nach den drei, die mate­ri­el­le Erschei­nungs­welt sym­bo­li­sie­ren­den, Früh­lings­zei­chen Wid­der, Stier und Zwil­ling, ver­wei­sen uns nun die fol­gen­den Som­mer­zei­chen Krebs, Löwe und Jung­frau auf die inne­ren Ener­gien. Der mate­ri­el­le Kör­per bekommt nun sei­nen Lebens­atem ein­ge­haucht, wird leben­dig und beseelt.

Im Krebs fin­den wir die Quel­le die­ses Lebens­atems. In der erlös­ten Form liegt hier auch die Quel­le unse­res Mit­ge­fühls und unse­rer Lie­bes­fä­hig­keit.

Der dem Krebs zuge­ord­ne­te Him­mels­kör­per ist der Mond. Er wider­spie­gelt mit sei­nem sich stän­dig ver­än­dern­den Gesicht und sei­nem schnel­len Wan­del durch den gan­zen Tier­kreis die Wech­sel­haf­tig­keit unse­rer Gefüh­le und Emp­fin­dun­gen. Eben­falls fin­den wir die­sen Rhyth­mus in den Gezei­ten, im Stei­gen und Fal­len des Was­sers im Meer, in Flüs­sen und in allen Kör­pern, die Was­ser ent­hal­ten und auch im weib­li­chen Zyklus.
Das weib­li­che Prin­zip steckt in jedem von uns. Wir haben alle die Anla­ge und Fähig­keit zu Hin­ga­be und Emp­fäng­lich­keit. Letz­te­res fin­den wir auch wie­der in der Fähig­keit der Frau­en, zu emp­fan­gen und gebä­ren und zu näh­ren.
Die Mut­ter ist die arche­ty­pi­sche Per­son für die­ses Zei­chen.
Im Krebs fin­den wir unse­re Wur­zeln. Dazu gehört unse­re Hei­mat, unse­re Fami­lie, unse­re Her­kunft. Auf einer tie­fe­ren Ebe­ne fin­den wir da auch unse­re Gebor­gen­heit, unse­re Sicher­heit in uns.
Eine wei­te­re wich­ti­ge Anla­ge, die uns im Krebs begeg­net, sind unse­re Grund­be­dürf­nis­se nach Essen, Schlaf, Rege­ne­ra­ti­on, Klei­dung, Woh­nung, Zärt­lich­keit, Erho­lung, Rege­ne­ra­ti­on. Hier fin­den wir auch die Fähig­keit, die­se Grund­be­dürf­nis­se in uns zu erken­nen und zu befrie­di­gen, gut für uns zu sor­gen. Frü­her hat das unse­re Mut­ter für uns über­nom­men, im zuneh­men­den Alter müs­sen wir immer selbst die­se Qua­li­tä­ten über­neh­men, um gesund, zufrie­den und gebor­gen leben zu kön­nen.
Blei­ben unse­re Bedürf­nis­se unbe­frie­digt, kann sich das auf der kör­per­li­chen Ebe­ne im Bereich der Brust, Vagi­na, den Eier­stö­cken, der Gebär­mut­ter, den Schleim­häu­ten oder dem Magen wider­spie­geln.
Die Haupt­fra­ge im Zei­chen des Kreb­ses ist die, ob wir uns in uns selbst gebor­gen füh­len.

In der uner­lös­ten Form füh­len wir uns getrie­ben von einer inne­ren Hei­mat­lo­sig­keit, Käl­te und Unge­bor­gen­heit. Oft ver­su­chen wir dann im Außen unser inne­res Defi­zit auf­zu­fül­len, erwar­ten von ande­ren (unse­rem Part­ner), dass er uns das gibt, was wir uns selbst nicht geben kann. Das Hal­ten von Kuschel­tie­ren ent­spricht dem eben­so. Genau­so wie die Nei­gung zu Ess­sucht oder dem über­mä­ßi­gen Ver­zehr von Süßem.
Die­ses inne­re Defi­zit kann aber nie­mals im Äuße­ren dau­er­haft befrie­digt wer­den, es ver­schafft nur kurz­fris­ti­ge und schein­ba­re Lin­de­rung.
Und ver­weist uns immer wie­der dar­auf, dass wahr­haf­te Gebor­gen­heit nur in uns selbst gefun­den wer­den kann. Dann und nur dann kön­nen wir auch ande­ren Gebor­gen­heit und Wär­me schen­ken…

Hier nun noch ein paar Krebs / Mond Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Magen, Brust­drü­se, Eier­stö­cke, Gebär­mut­ter, Hoden, Schleim­haut
Krank­hei­ten: Erkran­kun­gen im Bereich der Nah­rungs­auf­nah­me und des Flüs­sig­keits­haus­hal­tes
Beru­fe: Kran­ken­schwes­ter, sozia­le Hilfs­be­ru­fe, Erzieher/in, Heb­am­me, Hotel­ge­wer­be, Lebens­mit­tel­han­del, Kell­ner, Koch, Florist/in


ZWILLING / MERKUR / 3. HAUS

Im Tier­kreis ist es das drit­te Zei­chen nach dem Früh­lings-Neu­start im Wid­der. Der Keim des Neu­an­fangs im Wid­der ging im Stier in die Kraft des Ver­wur­zelns. Nun heißt es im Zwil­ling in die Ver­zwei­gung und Ver­äs­te­lung des Kei­mes zu gehen. Die mate­ri­el­le Grund­la­ge zum Wachs­tum ist in die­sen drei Zei­chen gelegt. Zwil­ling ist ein beweg­li­ches Luft­zei­chen, der Herr­scher­pla­net hier­zu ist der Mer­kur.
Hier geht es jetzt (unter ande­rem) um Kom­mu­ni­ka­ti­on, Medi­en, Aus­druck, Ver­bin­dun­gen schaffen…wir fin­den hier die Nach­rich­ten, die Post, das Mai­len, das Reden und Aus­tau­schen … ein sehr kom­mu­ni­ka­ti­ves, manch­mal sogar wuse­li­ges Zei­chen.

Mer­kur, der Göt­ter­bo­te hat geflü­gel­te Füße und ist zustän­dig — mit Beweg­lich­keit und Schnel­lig­keit — eine Infor­ma­ti­on von einem Ort (bzw. in der Mytho­lo­gie zwi­schen den Göt­tern und den Men­schen) an den nächs­ten zu ver­mit­teln. Sein Werk­zeug ist die Logik und der Intel­lekt.
Für den Zwil­ling liegt die Her­aus­for­de­rung im ver­ba­len Über­brin­gen und Kom­mu­ni­zie­ren von Infor­ma­tio­nen ohne die eige­ne Mei­nung, Ansich­ten und Inter­pre­ta­tio­nen mit ein­zu­mi­schen.

Wir alle wis­sen, dass das nicht immer ein leich­tes Unter­fan­gen ist… Sie­he das Spiel „Stil­le Post“… Der Zwil­ling soll­te der Post­bo­te sein, der mit glei­cher inne­ren Hal­tung einen Lie­bes­brief oder eine Rech­nung über­bringt. Er ist sozu­sa­gen das Medi­um der Über­mitt­lung.
In unse­rer heu­ti­gen schnell­le­bi­gen medi­en­schwan­ge­ren Zeit fühlt sich die Zwil­lings­en­er­gie natür­lich wie im Para­dies. Aber wie alles im Leben gibt es da auch die Schat­ten­sei­te, die zu beach­ten ist. Es gilt acht­sam zu sein, wem oder was man glaubt, man soll­te Infor­ma­tio­nen gut auf sei­nen Wahr­heits­ge­halt über­prü­fen und auch die Quel­le prü­fen, bevor die Infor­ma­ti­on wei­ter ver­mit­telt wird.

Auf der kör­per­li­chen Ebe­ne fin­den wir hier die Lun­gen und das Atmen. Über den Atem sind wir mit allen Men­schen ver­bun­den, neh­men Luft in uns auf, die vor­her durch ande­re Men­schen gegan­gen ist, sei­en dies nun Freun­de oder „Fein­de“.

Das Zwil­lings­the­ma liegt im Aus­druck, in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Die Erlei­dens­form ist, wenn wir z.B. unter Getratsch und Geschwätz ande­re lei­den oder Din­ge nicht klar aus­drü­cken und ver­ständ­lich machen kön­nen. Auch kann Schwei­gen eine Erlei­dens­form der Zwil­lings­en­er­gie sein. Das Nicht­be­herr­schen der Kunst der Kom­mu­ni­ka­ti­on kann uns ins Schwei­gen und in die Wort­karg­heit trei­ben. Hus­ten, Bron­chi­tis sind dann Signa­le, die uns fra­gen las­sen soll­ten. „Wem hus­te ich was?“. Mit wem soll­te ich mal klar kom­mu­ni­zie­ren???

Die Qua­li­tät sowohl des Kom­mu­ni­zie­rens als auch des Schwei­gens gilt es zu erfah­ren und bewusst zu wäh­len.
In der erwach­se­nen Form kön­nen wir dann selbst ent­schei­den, ob wir reden wol­len oder schwei­gen.

Hier nun noch ein paar Zwil­ling / Mer­kur Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Luft­röh­re, Bron­chi­en, Lun­gen, Ner­ven­bah­nen, Lymph­sys­tem (Trans­port)
Krank­hei­ten: Erkran­kun­gen im Bereich der Atmungs­or­ga­ne, des Aus­tau­sches und des Lymph­sys­tems
Beru­fe: Jour­na­list, Redak­teur, Schrift­stel­ler, Über­set­zer, Ver­le­ger, Foto­graf, Sekre­tä­rin, Post­be­am­ter, Rei­se­bü­ro­kauf­mann, Show­mas­ter, Spe­di­teur
Sport­ar­ten: Wan­dern, Hand­ball, Rad­fah­ren, Gym­nas­tik, Tur­nen,
Spei­sen: ein­fa­che Nudel­ge­rich­te, Ham­bur­ger, beleg­te Bröt­chen, Fast-Food, Wie­ner Würst­chen
Geträn­ke: „der hei­te­re Kame­rad­schafts­trunk“, Cola, Limo
Far­be: post­gelb, luf­tig hell­gelb, him­mel­blau, hell­grau
Tier­reich: Insek­ten, Pudel, Affen, Hüh­ner
Pflan­zen: Sträu­cher, Stau­den (schnell­wach­send), ver­zweigt, ver­äs­telt, Pap­pel, Ahorn, Holun­der, Karot­ten, Peter­si­lie, Gän­se­blüm­chen, Grä­ser
Sprich­wort: Sich regen bringt Segen. Mor­gen­stund hat Gold im Mund. Reden ist Sil­ber, Schwei­gen ist Gold
Mot­to des Auf­tre­tens: Hal­lo, wisst ihr schon das Neu­es­te?


STIER / VENUS / 2. HAUS

Die Natur beginnt in sat­tem Grün zu erstrah­len, wir freu­en uns über die wär­men­den Son­nen­strah­len, der Früh­ling scheint es nun wirk­lich ernst zu mei­nen.

Wie sind im Tier­kreis­zei­chen Stier ange­kom­men.

Stier gehört dem Ele­ment Erde an, der ihm zuge­ord­ne­te Pla­net ist die Venus. Im Horo­skop reprä­sen­tiert das zwei­te Haus die Stier /Venusenergie.
Der Keim aus dem Wid­der hat sich gut ver­wur­zelt und wächst nun sicher nach oben in die ach so schö­ne mai­grü­ne Üppig­keit. Wir sehen, rie­chen, hören und füh­len den Früh­ling mit all unse­ren Sin­nen.

Im Stier geht es unter ande­rem dar­um, das Kör­per­li­che zu ent­de­cken und zu genie­ßen… die leib­li­chen Sin­nes­freu­den auf allen Ebe­nen… ganz in unse­rem Kör­per anzu­kom­men.

Hier ent­de­cken wir dann auch unse­re Talen­te und Fähig­kei­ten, die wir in die­ses Leben/ die­sen Kör­per mit­ge­bracht haben. Wenn wir unse­re Fähig­kei­ten und Talen­te ein­set­zen, erschaf­fen wir einen Wert. Einen Wert für uns, den Eigen­wert und einen Wert für die Welt. Die­ser Wert wird in unse­rem Sys­tem in der Regel mit Geld aner­kannt. Des­we­gen fin­den wir im Stier/ im zwei­ten Haus neben dem The­ma des Eigen­wer­tes auch das The­ma des Gel­des, des Besit­zes und auch der Gren­zen, also inwie­weit wir unse­ren Besitz ver­tei­di­gen / sichern kön­nen.
„Kön­nen wir uns wert­schät­zen? Füh­len wir uns reich? Kön­nen wir uns in unse­rem Kör­per wohl­füh­len? Füh­len wir uns sicher? Kön­nen wir auch Gren­zen set­zen?“ Das sind Fra­gen, die zum The­ma des Stie­res gehö­ren.

Wir tre­ten ein ins „erden­haf­te“ Reich der Mate­rie, unse­ren Kör­per zum Bei­spiel. Es geht aber auch um das Anhäu­fen von Besitz und Reich­tü­mer. Wei­te­re Fra­gen lau­ten dann das Indi­vi­du­um betref­fend: „Wie kön­nen wir mit unse­rem inne­ren und äuße­ren Reich­tum umge­hen?“
Das Kol­lek­tiv betref­fend gilt es dann im Zei­chen Stier den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit unse­rer Mut­ter Erde mit ihrem so gro­ßen Reich­tum zu entwickeln…wenn wir uns unse­re Welt so anschau­en, haben wir Men­schen da noch eini­ges nach­zu­ho­len….

Im Stier fin­den wir auch die Geduld. Das was der Wid­der mit sei­ner spon­ta­nen, manch­mal sogar impul­si­ven Art in die Welt gesetzt hat, gilt es nun mit Geduld und Aus­dau­er zu hegen und zu pfle­gen, damit es wach­sen und gedei­hen kann. Wenn wir ruhig, beharr­lich und kon­ti­nu­ier­lich dar­an blei­ben, wer­den wir uns über eine rei­che Ern­te freu­en kön­nen…

Hier nun noch ein paar Stier/ Venus Zuord­nun­gen:

Orga­ne: Kehl­kopf, Stimm­bän­der, Man­deln, Ohren, Schild­drü­se, Spei­se­röh­re, Hals­wir­bel­säu­le, Hals- und Nacken­mus­ku­la­tur
Krank­hei­ten: Erkran­kun­gen im Hals­be­reich, Ohren­schmer­zen, Mumps
Beru­fe: Bau­un­ter­neh­mer, Maler, Juwe­lier, Gold­schmied, Bau­er, Gärt­ner, Ban­kier, Gewicht­he­ber, Kunst­samm­ler, Bäcker
Sport­ar­ten: Rin­gen, Gewicht­he­ben, Kegeln, Kugel­sto­ßen, Tau­zie­hen, Fuß­ball, Kraft­sport, Mann­schafts­sport
Spei­sen: Haus­manns­kost, Knö­del, Schwei­ne­bra­ten, Schlacht­plat­te, Kar­tof­fel­puf­fer
Geträn­ke: tra­di­tio­nel­le Geträn­ke: Bier, Glüh­wein, Malz­kaf­fee, selbst­ge­mach­te Säf­te
Far­be: braun, lehm­far­ben, ter­ra­kot­ta, koral­len­rot, saf­tig­grün
Tier­reich: Pflan­zen­fres­ser, in Grup­pen lebend, Schwein, Kuh, Kalt­blut, Dackel, Tau­be, Mai­kä­fer, Mari­en­kä­fer
Pflan­zen: Ulme, Eiche, Apfel­baum, Rüben (Knol­len), Flie­der, Mai­glöck­chen, Hor­ten­si­en, Dah­li­en
Sprich­wort: My home is my cast­le. Essen und Trin­ken hält Leib und See­le zusam­men.
Mot­to des Auf­tre­tens: Hast Du was, bist Du was!


WIDDER / MARS / 1. HAUS

Mit dem Früh­lings­an­fang wech­selt die Son­ne in den Wid­der, hier beginnt der Tier­kreis- und Jah­res­zy­klus zu einem neu­en Umlauf.
Wid­der gehört dem Ele­ment Feu­er an, der ihm zuge­ord­ne­te Pla­net ist der Mars. Im Horo­skop reprä­sen­tiert das ers­te Haus die Widder/Marsenergie.

Auf die Plät­ze fer­tig los…eine neue Run­de. Pio­nier­haft eilt er vor­aus, den Weg berei­tend, sicht­bar auch im Durch­bruch im Pflan­zen­reich. Arche­ty­pisch fin­den wir hier unter ande­rem das The­ma der Durch­set­zung, der Aggres­si­on.
Lei­der ist die­ses Wort in unse­rer Gesell­schaft meist nega­tiv behaf­tet. Aggres­si­on äußert sich aber erst dann nega­tiv in Gewalt, Zer­stö­rung, Krieg, wenn die natür­li­che Ener­gie, die Lebens­en­er­gie und die Durch­set­zung nicht frei flie­ßen kann. Das fängt oft schon in der Erzie­hung an, wenn Kin­der ermahnt wer­den mit « Das heißt nicht „Ich will“, son­dern „Ich möch­te ger­ne“ ».
Nein, die Wid­der­en­er­gie muss wol­len dür­fen!

Es ist unse­re Lebens­en­er­gie, die im Kör­per inkar­niert ist, um in der Kör­per­lich­keit ihren Aus­druck zu fin­den. Eine gro­ße Kraft, eine Potenz … man sieht das auch z.B. an den Trie­ben, die sich ihren Weg manch­mal sogar durch Asphalt bah­nen. Oder bei der Geburt eines Huhnes…es braucht den aggres­si­ven Akt der Zer­stö­rung des Eies damit das Küken leben kann.

In der Wid­der­en­er­gie begeg­nen wir auch dem zün­den­den Fun­ken, dem Impuls zum Anfang und auch dem Kampf um das Leben. Hier fin­det sich außer­dem die Kunst des Strei­tens, der Mut zur Aus­ein­an­der­set­zung mit und der Bewäl­ti­gung von Kon­flik­ten… The­men, denen in unse­rer Gesell­schaft doch noch zu ger­ne aus dem Weg gegan­gen wird, was dann wie­der­um wie oben­ge­nannt zu nega­ti­ven Aus­drucks­ebe­nen wie Wut und Ärger führt.

Wo fin­den wir in uns die­se Ener­gie und wie drückt sie sich aus? Kann sie frei flie­ßen? Wird sie zurück­ge­hal­ten, unter­drückt? Oder erlei­den wir unter­drück­te Aggres­si­on als Opfer dann von Außen?
Wo kön­nen wir Altes hin­ter uns las­sen und neu anfan­gen? Was treibt uns gera­de an, was will gelebt wer­den?
Haben wir den Mut „Ja, ich will“ zu sagen und die Din­ge anzu­ge­hen oder sin­ken wir ent­mu­tigt zurück und geben auf?
Was dem Wid­der meist fehlt, ist die Geduld … die fin­den wir dann im Stier…

Hier nun noch ein paar all­ge­mei­ne Widder/Mars Zuord­nun­gen:

Orga­ne: die Gal­len­bla­se, das Blut, die quer­ge­streif­ten Mus­keln, die Nägel und Zäh­ne, außer­dem Schä­del­kno­chen und die Mus­keln im Kopf­be­reich
Krank­hei­ten: Kopf­schmer­zen, Fie­ber oder auch Ent­zün­dun­gen und Rötun­gen
Beru­fe: Waf­fen­schmied, Feu­er­wehr, Poli­zei, Maschi­nen­bau, Metz­ger, Sport­ler, Boxer, Jäger, Chir­urg, Pri­vat­de­tek­tiv
Sport­ar­ten: Boxen, Kampf­sport, Fech­ten, Schie­ßen, Sprint
Spei­sen: schar­fe, scharf gewürz­te und rote Spei­sen, Fleisch, vor allem gegrill­tes Fleisch, Tar­tar
Geträn­ke: Whis­ky, Schnaps, Kla­rer
Far­be: hell­rot, blut­rot
Tier­reich: Raub­tie­re, oft jagen­de Tie­re, Raub­vo­gel, Wid­der, Wolf, Jagd­hund, Wes­pen
Pflan­zen: Kak­teen, Dis­teln, Zypres­se, Aka­zie, Eisen­hut, roter Mohn
Sprich­wort: Wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg
Mot­to des Auf­tre­tens: Hopp­la, hier komm ich!

Wei­te­re Tier­kreis­zei­chen

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