von Ilona Kumb, Heilpraktikerin

Achtsamkeit ist ein Thema, das immer mehr an Bedeutung in unserer Gesellschaft gewinnt.

Was verbinden Sie mit diesem Wort? Die meisten Befragten antworten mit: „Aufmerksamkeit – ich will aufmerksamer sein im Leben, dass ich nicht so viele Fehler mache und besser erkenne, was gut für mich ist.“ Dies impliziert, dass unser Leben scheinbar nicht gut genug ist und wir daran arbeiten möchten, es besser zu machen, dass wir uns wohler fühlen.

Aber wie wäre es, wenn wir schon genau da wären, wo wir sein möchten? Achtsamkeit bedeutet einerseits freundliche Aufmerksamkeit sich selbst und dem Leben gegenüber zu kultivieren – andererseits ist sie die natürliche Fähigkeit, bewusst und urteilsfrei im gegenwärtigen Moment präsent zu sein. Urteilsfrei bedeutet also, ich übe mich darin, alles so sein zu lassen, wie es eben ist, ohne dem Impuls zu folgen, etwas zu verändern. So kann dauerhaft geistiger, emotionaler und körperlicher Stress abgebaut werden. Auch wenn das zunächst paradox klingt.

In einem MBSR-Kurs (mindfullness-based-stress-reduction) können Sie Qualitäten entwickeln, die vielleicht im Alltagsgeschehen verlorengegangen sind: Vertrauen, Geduld, Akzeptanz, Nicht-Bewerten, Dankbarkeit, Selbstfürsorge). Jeder erforscht sich selbst, was ihm/ihr persönlich

Stress, Unbehagen oder Leid bereitet und wie er/sie damit weiterhin umgehen will.

Dieses intensiv wissenschaftlich untersuchte, weltanschaulich neutrale Programm des Acht-Wochen-MBSR-Kurses hat eine festgelegte Abfolge an Themen. Bei den wöchentlichen Treffen wird ein Thema beleuchtet, über das dann auch Hausaufgaben gestellt werden:

  • Autopilot
  • Wahrnehmung
  • Im Körper zu Hause sein
  • automatische Stress-Reaktion
  • bewusste Stress-Aktion
  • achtsame Kommunikation
  • Selbstfürsorge
  • Integration des Gelernten in den Alltag

Sie werden langsam an die verschiedenen Achtsamkeitsübungen herangeführt und brauchen somit keine Vorerfahrung. Meditation kann immer und langfristig auch auf einem Stuhl erfolgen.

Sie erlernen:

  • Sitzmeditation
  • Gehmeditation
  • sanftes Yoga
  • BodyScan (Körperwahrnehmungsübung)

Außerdem dürfen Sie einen Tag im Schweigen verbringen (6h), auch diese Form der Achtsamkeit kann in erheblichem Maße zur Stressbewältigung beitragen.

Sie erfahren etwas über die Reaktionen Ihres Körpers auf Stress und Herausforderungen und können dieses Wissen nutzen, um leichter mit belastenden Situationen umzugehen. Zudem entdecken Sie achtsamer in Routinetätigkeiten zu werden und was das für Sie bedeutet.

In einem Vorgespräch wird geklärt, was die Erwartungen sind und was er/sie erreichen möchte.

Die Ergebnisse, die Sie erzielen können sind:

  • effektive Reduzierung körperlicher Beschwerden
  • dauerhafte Verminderung psychischer Symptome
  • bessere Bewältigung von Stresssituationen
  • Fähigkeit zur Entspannung wird erhöht
  • leichterer Umgang mit belastenden Emotionen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verbesserung der Konzentration
  • Burnout-Prophylaxe

Diese acht Wochen können eine intensive Zeit bedeuten, in der Sie den Grundstein legen können für eine Lebenshaltung, die geprägt ist von Selbstannahme und freundlicher Zuwendung – und nicht von steter Selbstoptimierung. Erst wenn alles sein darf, beginnt die Veränderung.