von Heilpraktikerin Petra Lüth

Zielerreichung in drei Schritten

Bestellen Sie gelegentlich beim Universum?
Ziele und Wünsche hat jeder. Warum ist es oft so schwierig, sie in die Tat umzusetzen? Es wird so viel von Bestellung beim Universum erzählt, aber warum liefert es so unzuverlässig? Unsere Gedanken haben Einfluss auf unsere Umwelt, wie können wir das Umsetzen?

Was glauben Sie, wie sehr unser Verstand unser tägliches Handeln beeinflusst? 20 % , 50 % oder gar 100 %? Ich muss Sie enttäuschen, ca. 80 % werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Der Verstand zieht nur logische Schlüsse. Beispiel: mit welcher Hand schließen Sie die Tür auf? Nehmen Sie gelegentlich auch die andere Hand? Die allermeisten von uns nehmen automatisch die Gleiche Hand. Das ist trainiert und läuft unbewusst ab.

Und unser Unterbewusstsein möchte immer zu unserem höchsten Wohl handeln. Das sei vorab zu seiner Verteidigung gesagt. Aber, erinnern sie sich an die Sprüche ihrer Oma oder Schwiegermutter „ich meine es ja nur gut“. Gut gemeint ist nicht immer gut gehandelt. Unser Unterbewusstsein handelt aus Erlebnissen und Erfahrungen heraus, die man im Leben gemacht hat. Sind wir als Kind vom Hund gebissen worden wird unser Unterbewusstsein bei Hunden Alarm schlagen. Diese Erfahrungen sind abgespeichert und werden in ähnlichen Situationen abgerufen. Auch Geräusche, Worte, Gerüche und besonders Emotionen sind Auslöser für oftmals ungewollte Reaktionen. Wir wundern uns, was da gerade mit uns passiert. Wie bei einem Computer öffnen sich Programme. Das sich unsere Wünsche und Ziele oftmals nicht erfüllen liegt also nicht unbedingt daran, dass die Bestellung beim Universum nicht funktioniert, sondern dass sie erst gar nicht an unserem Unterbewusstsein vorbeikommt. Das ist so, als wollten Sie bei Neckermann bestellen, vergessen aber, die Bestellung in den Postkasten zu werfen. Und Sie wundern sich, warum Ihre Bestellung nicht geliefert wird.

Wie können wir also jetzt vorgehen, um unser Unterbewusstsein mit ins Boot zu holen?

Schritt 1 – Visualisieren
Energie folgt den Gedanken. Schön und gut. Aber wie klar und deutlich sind die Gedanken? Unser Gehirn gleicht einer Bahnhofshalle: es ist überfüllt und chaotisch und die Leute (Gedanken) rennen wild durcheinander. Wohin soll die Energie nun folgen?
Oder anders gesagt: Sie bestellen bei Neckermann (nein, ich bekomme keine Prozente) einen Pulli, ohne weitere Angaben. Sie bekommen einen grünen Kaschmir-Pulli geliefert, wollten aber lieber etwas in Rot. Die Bestellung war eben ungenau.

Nehmen Sie sich einen Zettel und schreiben Sie alles auf. Formulieren Sie ihren Wunsch positiv – unser Unterbewusstsein nimmt das Wort NICHT oftmals nicht wahr. Außerdem haben positive Gedanken eine ganz andere Schwingung (aber das ist das Thema eines anderen Vortrags).
Geben sie einen Zeitrahmen vor. Überlegen sie sich alle Details. Farbe, Größe, besonders mit Gefühl. Und schreiben alles auf.

Jede bildhafte Vorstellung verbunden mit einem intensiven Gefühl hat das Bedürfnis sich zu verwirklichen.

Zukunftsblick
versetzen Sie sich nun in die von Ihnen erdachte Situation. Stellen Sie sich alles so farbig wie möglich vor und laden Sie die Gefühle ein. Gefühle sind der Schlüssel, denn sie setzen chemische Prozesse in Gang. Tun Sie so, als ob alles schon eingetreten sei. Sehen sie die Gesichter der beteiligten Personen? Hören sie vielleicht irgendwo ein Telefon klingeln? Können Sie die erste Pizza in Ihrer neu eröffneten Pizzeria riechen? Sehen Sie die Summe Ihrer Gehaltserhöhung auf Ihrem Kontoauszug? Empfinden Sie die Freude, das Glück, die Zufriedenheit. Gefühle sind der Verstärker unserer Wünsche.

Schritt 2 – Meditation/Trance
Wie bekommen wir jetzt unseren ach so schöne Bestellung zur Post? Wir müssen unser Unterbewusstsein davon überzeugen, dass es genau das ist, was wir wollen. Und wie kommuniziert man am Bestem mit diesem renitenten Insassen? In dem wir unseren Neokortex, der für Logik, Rationalität und Denken zuständig ist, mal auf die Ersatzbank schicken, uns ruhig werden lassen. Die Bahnhofshalle sperren. De Hirnwellen arbeiten im Wachzustand in einem Bereich ab 14 Hertz aufwärts. In einer Trance oder Meditation befinden sie sich unter 7 Hertz. Kann man vielleicht mit einer großen Mauer vergleichen die runterfährt, damit man mit jemanden dahinter sprechen kann. Nun nimmt man die Zielvorstellung und bietet sie mit allen Details dem Unterbewusstsein an.

Wie kommt man nun in die Trance?
Zum Einen können Sie natürlich gerne zu mir kommen und ich begleite Sie durch den Prozess. Wer das kann, kann es natürlich selbst machen. Wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen eine recht wirksame Methode, wie man in Tiefen-Entspannung gelangt.

„Wenn wir im Zustand tiefer Meditation unsere Wünsche erfühlen, hat das eine magische Wirkung auf unser Unterbewusstsein und es setzt ungeahnte Energien frei.“

Aber leider war das noch nicht alles, wir haben noch unseren …

…Schritt 3 – Wiederholen und Durchhalten
Um das Ganze zu festigen und das Unterbewusstsein bei Laune zu halten müssen wir ihm diese Zielvorstellung häufiger anbieten. Wiederholungen haben den Sinn, dass sich unser Gehirn an das Neue gewöhnt. Es werden neue Nervenbahnen verschaltet (ich stell mir das immer so vor wie in alten Filmen, wo eine Telefonisten die Stecker, je nach gewünschter Verbindung, neu gestöpselt hat). Kleine Kinder machen immer wieder das selbe, z.B. den Lichtschalter an- und aus, die Türklinke hoch und runter. Sie machen es nicht, wie man manchmal denken könnte, um uns zur Weißglut zu bringen, sondern um es zu lernen. Mit jeder Wiederholung wird die Nervenbahn ein wenig mehr mit einer Isolierschicht umkleidet, um dann irgendwann ganz selbstverständlich zu funktionieren.

Um Ziele zu erreichen müssen wir auch was tun. Wenn unser Unterbewusstsein davon überzeugt ist abnehmen zu wollen, müssen wir auch an der Strategie arbeiten (richtig einkaufen, kochen, etc.). Durchhalten ist die Devise. Wissenschaftler der amerikanischen Universität Stanford haben eine Studie unter Menschen durchgeführt, die es im weitläufigen Sinne „geschafft“ haben. Sie haben erfolgreiche Unternehmer, bedeutende Wissenschaftler und herausragende Künstler befragt. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, welchen persönlichen Eigenschaften diese Menschen ihren Erfolg zu verdanken haben. Herausgekommen ist ein spannendes Ergebnis: Es war weder ihre Intelligenz noch war es ihre Kreativität, die diese Menschen erfolgreich gemacht hat. Unter den erfolgreichsten Unternehmern waren z. B. durchaus welche, die eine ganz durchschnittliche Intelligenz besaßen. Die Studie zeigt: Die wichtigste Erfolgseigenschaft ist unser Durchhaltevermögen. Damit ist die Fähigkeit gemeint, auch angesichts von Schwierigkeiten ein Ziel weiterzuverfolgen, nicht aufzugeben und so lange weiterzumachen, bis wir am Ziel angekommen sind.

Energie folgt den Gedanken.
Wir haben nun herausgefunden, wie wir unsere Zielvorstellung unserem Unterbewusstsein anbieten können. Wenn es überzeugt ist und wir die Gefühle, durch häufige Wiederholungen aufrecht erhalten, verstärken sie unsere Vorhaben und halten das Feuer am Brennen. Das motiviert uns an unseren Zielen festzuhalten. Und wir werden Möglichkeiten finden, Leute treffen oder Gelegenheiten entdecken, die uns beim Umsetzen unserer Wünsche unterstützen.

Viel Erfolg!